Detailseite
GRK 1949: Immunantwort in Infektionskrankheiten - Regulation zwischen angeborener und erworbener Immunität
Fachliche Zuordnung
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Förderung
Förderung von 2014 bis 2023
Webseite
Zur Homepage
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 231604701
Infektionskrankheiten gehören weltweit zu den 10 häufigsten Todesursachen. Trotz intensiver Forschung auf diesem Gebiet stehen nur für wenige Pathogene effektive Therapien und prophylaktische Impfstoffe zur Verfügung. Detaillierte Kenntnisse der Pathomechanismen von Infektionserkrankungen sind für die Entwicklung zukünftiger Therapieansätze essentiell. Die Immunantwort hat einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf einer Infektion. Traditionell wird bei der Immunreaktion des Wirts gegen Pathogene die angeborene von der erworbenen Immunantwort unterschieden. Diese historische Einteilung findet sich in der aktuellen Forschung wieder, in der typischerweise der Fokus entweder auf der angeborenen oder der erworbenen Immunantwort liegt, obwohl sich beide Arme des Immunsystems gegenseitig stark beeinflussen. Die Bedeutung dieser Interaktion zeigt sich in der Notwendigkeit von immunologischen Adjuvantien in vielen Impfstoffen. Bisher ist die Forschung mit Blick auf dieses Wechselspiel zwischen angeborener und erworbener Immunität bei Infektionserkrankungen noch unterrepräsentiert. Das wissenschaftliche Ziel des beantragten GRK ist es, diese Lücke zu schließen, indem hochqualifizierte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der Infektionsimmunologie und Impfstoffentwicklung gemeinsam an dieser Schnittstelle arbeiten. Die gemeinsame wissenschaftliche Frage ist: Wie wird die erworbene Immunantwort durch die angeborene Immunantwort moduliert und wie beeinflusst die erworbene Immunantwort die angeborene Immunität? Im Rahmen des beantragten GRK sollen ausgezeichnete junge Nachwuchsforscher auf dem Gebiet der Infektiologie und Immunologie ausgebildet werden. Dazu koordiniert das GRK ein 1-jähriges strukturiertes Ausbildungsprogramm für Medizinstudierende und ein reguläres 3-jähriges Programm zur Durchführung einer Promotion für Naturwissenschaftler/-innen und forschende Ärztinnen/Ärzte. Diese Ausbildung soll den langfristigen Fortschritt auf diesem wichtigen Forschungsgebiet in der Rhein-Ruhr Region sicherstellen.
DFG-Verfahren
Graduiertenkollegs
Antragstellende Institution
Universität Duisburg-Essen
Mitantragstellende Institution
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Sprecherin
Professorin Dr. Astrid M. Westendorf
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Jan Buer; Professor Dr. Ulf Dittmer; Professor Dr. Ingo Drexler; Professorin Dr. Stefanie Flohé; Professorin Dr. Wiebke Hansen; Professor Dr. Carsten Jürgen Kirschning; Dr. Torben Knuschke; Professor Dr. Karl Sebastian Lang; Professor Philipp Alexander Lang, Ph.D.; Professor Dr. Mengji Lu; Professor Dr. Klaus Pfeffer; Professor Dr. Hendrik Streeck, bis 9/2019; Privatdozentin Dr. Kathrin Sutter; Professor Dr. Jörg Timm; Professor Dr. Mirko Trilling