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Zelluläre und molekulare Mechanismen der über den Tumornekrosefaktor-Rezeptor 2 vermittelten Neuroprotektion bei Rückenmarksverletzungen
Antragsteller
Dr. Roman Fischer
Fachliche Zuordnung
Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen
Zellbiologie
Zellbiologie
Förderung
Förderung von 2015 bis 2019
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 286456974
Der Tumornekrosefaktor (TNF) ist ein multifunktionaler Signalstoff, der diametral gegensätzliche biologische Antworten bei neurodegenerativen Erkrankungen auslöst. Während TNF über den TNF-Rezeptor 1 (TNFR1) Entzündungsreaktionen und Gewebedegeneration fördert, spielen TNFR2-vermittelte Signale eine entscheidende Rolle bei der Neuroprotektion und Geweberegeneration. Aufgrund dieser wichtigen regenerativen Wirkung des TNFR2, können Moleküle, die spezifisch den TNFR2 aktivieren, die Regeneration bei neurodegenerativen Erkrankungen fördern. In Fortführung meiner bisherigen Arbeiten, in denen ich den ersten klinisch anwendbaren TNFR2-Agonisten entwickelte, möchte ich nun die therapeutische Wirksamkeit dieses Moleküls bei traumatischen Rückenmarksverletzungen untersuchen. In diesen Untersuchungen wird der Behandlungserfolg sowohl mittels Verhaltensstudien und histologischer Färbungen, als auch mit Hilfe elektrophysiologischer Messungen bewertet. Insbesondere wird es durch die Analyse transgener Mäuse, bei denen der TNFR2 in spezifischen Gliazellen des Gehirns induzierbar ausgeschaltet werden kann, möglich sein, zelluläre und molekulare Mechanismen der TNFR2-vermittelten Entzündungshemmung und Geweberegeneration zu untersuchen. Die geplanten Studien im Modell der Rückenmarksverletzung werden den Weg für klinische Studien zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen mit TNFR2-Agonisten ebnen und können so zur Entwicklung einer Therapie für traumatische Rückenmarksverletzung führen.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
Internationaler Bezug
USA
Gastgeber
Professor Dr. John R. Bethea