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TRR 209:  Leberkrebs - neue mechanistische und therapeutische Konzepte in einem soliden Tumormodell

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung von 2017 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 314905040
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Leberkrebs ist die sechsthäufigste maligne Tumorerkrankung und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Er setzt sich zusammen aus hepatozellulärem Karzinom, intrahepatischem Cholangiokarzinom und Leberkarzinomen gemischter Differenzierung. Leberkrebs stellt eine Tumorerkrankung mit herausragendem Modellcharakter dar; seine Ursachen sind bekannt, im Einzelnen chronische Virusinfektionen (Hepatitis B/C), metabolische Erkrankungen (v.a. Nichtalkoholische Steatohepatitis), chronische Toxinbelastung (Alkohol, Aflatoxin) und chronische Entzündung der Leber (Hepatitis). Dennoch ist noch zu wenig verstanden, wie onkogene Mechanismen die Tumorentstehung verursachen, wie letale Tumorprogression in Interaktion mit dem Tumormikromilieu erfolgt und wie man neue mechanistische Erkenntnisse in bessere Therapieansätze umsetzen kann. Exzellente Modellsysteme, insbesondere innovative Mausmodelle, und bestens annotierte Leberkrebskohorten waren beste Voraussetzungen, um diese Kernfragen erfolgreich anzugehen. Der SFB/TR 209 hatte das Ziel, neue mechanistische Erkenntnisse und Interventionsstrategien zu etablieren, die über den Leberkrebs hinaus auch für andere solide Tumorerkrankungen bedeutsam sind, und diese über die enge Anbindung an etablierte klinische, translationale Strukturen erfolgreich umzusetzen. Um diese Ziele zu erreichen, führte der SFB/TR die Expertise international führender Leberkrebs-Forscher und neueste Modellsysteme zusammen, um zentrale mechanistische und interventionelle Fragen gezielt und koordiniert anzugehen. Er war der weltweit größte Forschungsverbund, der sich mit Leberkrebs beschäftigte und der bereits nach der ersten Förderphase durch seine Forschungsdaten, translationalen Bemühungen, Konferenzen und Workshops eine national und international führende Bedeutung erlangte. Der SFB/TR war an den drei Partnerstandorten eng mit etablierten und starken, klinischen und translationalen Strukturen zum Leberkrebs verbunden. Während der gesamten ersten Förderperiode wurden durchgängig Maßnahmen zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Gleichstellung integriert und in vollem Umfang durchgeführt. Wegweisende Erkenntnisse in der ersten Förderperiode waren die Identifizierung neuartiger Leberkrebs-initiierender Mechanismen, die Entschlüsselung von Leberkrebs-fördernden Mechanismen und die Identifizierung neuartiger therapeutischer Prinzipien, die beim Leberkrebs angegangen werden können.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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