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Rekonstruktion, Katalogisierung und Provenienzverzeichnung von Pietistenbibliotheken. Teil 2: Die Bibliotheken von Paul Anton und Justus Lüders

Subject Area Modern and Contemporary History
Term from 2006 to 2011
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 32152921
 
Ziel des Projekts ist die Rekonstruktion, Katalogisierung und Provenienzverzeichnung von Privatbibliotheken namhafter Pietisten, die ihre Büchersammlungen zwischen 1698 und 1739 der Bibliothek des Halleschen Waisenhauses, den späteren Franckeschen Stiftungen, vermachten. Die in Nachlassinventaren verzeichneten Büchersammlungen der Pietisten sollen rekonstruiert und die in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen vorhandenen Titel in den Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) per Autopsie unter Angabe der Provenienz katalogisiert werden. Da die Pietisten nicht nur eine kirchliche, sondern alle Bereiche des öffentlichen Lebens umfassende Reform intendierten, zeigen ihre Büchersammlungen thematisch und zeitlich weit gespannte Interessen, zumal die Sammler Friedrich Breckling (1629-1711) und Heinrich Milde (1697-1739) äußerst seltene holländische und slawische Drucke besaßen. Der Sammler Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667-1719) besaß eine der größten universal ausgerichteten Privatbibliotheken der frühen Neuzeit mit bedeutenden juristischen, historischen und theologischen Werken und trug mit seinem Vermächtnis zugunsten des Halleschen Waisenhauses besonders dazu bei, dass sich die Bibliothek des Waisenhauses zu einer universalen, öffentlich zugänglichen Gebrauchsbibliothek modernen Zuschnitts entwickelte. Deshalb würde durch die Katalogisierung der Pietistenbibliotheken allen historisch arbeitenden Wissenschaftsdisziplinen wertvolles Material bereitgestellt.
DFG Programme Cataloguing and Digitisation (Scientific Library Services and Information Systems)
Applicant Institution Franckesche Stiftungen
 
 

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