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Echounterdrückung durch kombinierte Zeitbereichs- und Frequenzbereichsverfahren für Antennenfeldtransformationen hoher Genauigkeit in beliebigen Messumgebungen

Fachliche Zuordnung Kommunikationstechnik und -netze, Hochfrequenztechnik und photonische Systeme, Signalverarbeitung und maschinelles Lernen für die Informationstechnik
Förderung Förderung von 2017 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 388836388
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Antennen sind in unserem Alltag essentiell, wir benötigen sie etwa im Mobilfunk, in der Flugsicherung und in der Satellitentechnik. Im durchgeführten Projekt wurden wichtige Forschungsbeiträge geleistet, um die von einer Antenne abgestrahlten Felder präzise vermessen zu können - insbesondere auch in beliebig echobehafteten Messszenarien, die bislang nicht zufriedenstellend berücksichtigt werden konnten. Zu diesem Zweck wurden die wesentlichen Echoeinflüsse unterschiedlicher Messaufbauten (sich bewegende Test- oder Sondenantenne) auf die Messergebnisse ermittelt. Existierende Verfahren zur Echounterdrückung wurden konsequent erweitert und eine Reihe von neuen Vorgehensweisen, wie z.B. die adaptive Zeitbereichsfilterung von unterschiedlichen Ersatzquellenbeiträgen, wurden geschaffen. Die erzielten Fortschritte in den Datenverarbeitungs- und Feldtransformationsalgorithmen erlauben es, auch in komplizierten und stark echobehafteten Umgebungen das Abstrahlverhalten einer Testantenne mit hoher Genauigkeit zu bestimmen. Der Erfolg von Echounterdrückungsmethoden hängt von der Fähigkeit ab, ausreichend Messdaten zu sammeln und die Daten gezielt zu verarbeiten, um die Einflüsse der Messumgebung auf die Messdaten zu separieren und aus dem zu bestimmenden Antennenabstrahldiagramm zu entfernen. Frequenz- und Zeitbereichsmethoden wurden kombiniert, um die komplementären Eigenschaften aus beiden Welten gewinnbringend auszunutzen und um sicherzustellen, dass in der Praxis realisierbare Messaufbauten ausreichend diverse Messdaten sammeln können. So weit wie möglich, wurden die neuen Echounterdrückungsmethoden in den „Fast Irregular Antenna Field Transformation Algorithm“ (FIAFTA) [Eib15, Kor19] eingebettet. Die Kombination von Echounterdrückungsmethoden und FIAFTA erlaubt es, sehr flexibel auch Daten aus Messaufbauten mit irregulär abgetasteten Feldern und beliebig verteilten Echoquellen zu verarbeiten. So lange ausreichend diverse Messdaten aufgenommen werden und die Messpositionen der Sondenantennen für die Messwerte genau bekannt sind, sind dem Messaufbau damit kaum Grenzen gesetzt (insbesondere müssen im Gegensatz zu herkömmlichen Transformationsmethoden die Sondenantennen nicht exakt auf vordefinierte Messpositionen gebracht werden). Die Forschungsergebnisse aus diesem Projekt erschließen neue wichtige Anwendungsgebiete für die Antennenmesstechnik. In-situ Vermessungen von fest installierten Antennen außerhalb der idealen Laborumgebungen sind nun genauso denkbar wie Feldmessungen im industriellen Fertigungs-Umfeld. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstandene Publikationen wurden mehrfach national und international ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem „Best Measurement Paper Award“ auf der European Conference on Antennas and Propagation (EuCAP) 2020, dem VDE Bayern Award 2022 und dem VDE ITG Dissertationspreis 2022.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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