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Die Rolle der Makrophagen migrationsinhibierender Faktor (MIF)-Proteinfamilie in Wundheilung und Übergewicht

Fachliche Zuordnung Allgemein- und Viszeralchirurgie
Förderung Förderung von 2018 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 394654802
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die kutane Wundheilung stellt einen komplexen physiologischen Prozess dar, bei dem die geschädigte Haut sukzessive wiederhergestellt wird. Zwar sind kleine Wunden bei gesunden Personen in den meisten Fällen unproblematisch, doch können komplexe Wunden, bei denen essentielle Strukturen freiliegen oder Wunden bei Patienten mit schwerwiegenden Grunderkrankungen bedrohlich sein. In den letzten Jahren wurde ein drastischer Anstieg der Fettleibigkeit beobachtet, die auch ein bekannter Risikofaktor für Typ-2-Diabetes mellitus ist und das Gesundheitssystem weltweit vor Herausforderungen stellt. Die drei Faktoren Wundheilung, Fettleibigkeit und Diabetes sind zwar eng miteinander verknüpft, doch sind die zugrunde liegenden Faktoren und Mechanismen noch nicht vollständig entschlüsselt. Es wird angenommen, dass das Fettgewebe bei übergewichtigen Personen einem Zustand chronischer Entzündung unterliegt, der wiederum den Glukosestoffwechsel und die Wundheilung negativ verändert. Eine Gruppe von Proteinen, die in diesem Zusammenhang möglicherweise eine wichtige Rolle spielt, ist die Familie des Makrophagen-migrations inhibierenden Faktors, kurz MIF genannt. Das zuerst entdeckte Mitglied dieser Proteinfamilie, MIF oder MIF-1, ist ein seit langem bekanntes entzündungsförderndes Protein, wohingegen sein Schwesterprotein MIF-2 erst kürzlich charakterisiert wurde und offenbar eine ambivalente Rolle bei der Inflammation einnimmt. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere das Protein MIF-2 der Fettgewebsinflammation entgegenwirkt und die kutane Wundheilung verbessern kann, während MIF-1 in entgegengesetzter Weise wirkt. Im vorliegenden Projekt wird ein tieferer Einblick auf beide Proteine im Kontext der kutanen Wundheilung, Fettleibigkeit und Entzündungen des Fettgewebes sowie auf Möglichkeiten der klinischen Umsetzung gewährt. Die Forschung wurde in Zusammenarbeit zwischen Grundlagenwissenschaftlern und Klinikern durchgeführt, um einen möglichst umfassenden Überblick über dieses komplexe, aber klinisch relevante Thema zu bieten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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