NaPRe The Nature of Political Representation in Times of Dealignment
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Die zunehmende Distanz der Wählerinnen und Wähler zu den politischen Parteien in etablierten Demokratien wirft Fragen zur Vermittlung von Politik in Repräsentativsystemen auf. Ausgehend hiervon untersuchte dieses Projekt die Frage, wie responsiv individuelle Abgeordnete gegenüber welchen Wählergruppen aus welchen Gründen sind. Dies umfasst einerseits den Grad und die Selektivität von responsivem Repräsentationshandeln. Andererseits umfasst dies auch unterschiedliche Dimensionen von Responsivität, z.B. die Unterscheidung zwischen kommunikativer Responsivität, i.e. Interaktionsbereitschaft, und substantieller Responsivität, i.e. die Bereitschaft zur Interessenberücksichtigung im parlamentarischen Rahmen. Die gestellte Forschungsfrage sollte entsprechend dieser wichtigen konzeptionellen Unterscheidungen in dem durchgeführten Projekt auf zwei Ebenen empirisch untersucht werden. Erstens im Rahmen eines Feldexperiments mit Abgeordneten in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden. Aus diesem Experiment erhofften wir uns Aufschluss zu der empirischen Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit Abgeordnete auf politisch definierte Anfragen von Wählern mit relevanten Positionen und Informationen reagieren, und ob eine solche Form von kommunikativer Responsivität gleichverteilt ist, oder ob dabei systematisch spezifische Gruppen diskriminiert werden. Konkret waren wir einerseits an der Diskriminierung spezifischer sozialer Gruppen interessiert, wie sozial Schwache oder ethnische Minderheiten. Andererseits spielte auch die Frage der Parteibindung eine Rolle, i.e. ob Abgeordnete vor allem auf parteigebundene Wählerinnen und Wähler reagieren. Zweitens sollte die Forschungsfrage auf der Grundlage einer text-basierten Analyse zum parlamentarischen Handeln von Abgeordneten untersucht werden. Damit verbunden war ein empirisches Interesse an substantieller Responsivität und an der Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit und in welchem Ausmaß Abgeordnete welche sozialen Gruppen im Parlamentarischen Prozess aktiv durch Redebeiträge unterstützen und damit für deren Interessen werben.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl)
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The Personal Sources of Responsiveness. Introduction to a Special Section. Swiss Political Science Review, 26(1), 1-9.
Campbell, Rosie & Zittel, Thomas
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Ethics Audits in Cross-National Research: Experiences from Correspondence Study Field Experiments with National Politicians in Four European Democracies. Political Studies Review, 20(2), 184-191.
Pedersen, Helene Helboe; Louwerse, Tom & Zittel, Thomas
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Measuring MPs’ Responsiveness: How to Do it and Stay Out of Trouble. Political Studies Review, 20(2), 175-183.
Campbell, Rosie & Bolet, Diane
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Should we conduct correspondence study field experiments with political elites?. International Political Science Review, 44(4), 459-470.
Zittel, Thomas; Louwerse, Tom; Helboe, Pedersen Helene & Schakel, Wouter
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Geographical Representation Under a Single Nationwide District: The Case of the Netherlands. Legislative Studies Quarterly, 48(3), 591-621.
Nagtzaam, Marijn & Louwerse, Tom
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How political and social constituent traits affect the responsiveness of legislators: A Comparative Field Experiment. European Journal of Political Research, 64(1), 229-250.
Schakel, Wouter; Baumann, Markus; Bolet, Diane; Campbell, Rosie; Louwerse, Tom & Zittel, Thomas
