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Zwischen dynastischer Räson und persönlicher Motivation: Fürstliche Witwer und ihre Handlungsspielräume im spätmittelalterlichen Reich (1250-1550)

Fachliche Zuordnung Mittelalterliche Geschichte
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 402752165
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt "Zwischen dynastischer Räson und Persönlicher Motivation: Zwischen dynastischer Räson und persönlicher Motivation: Fürstliche Witwer und ihre Handlungsspielräume im spätmittelalterlichen Reich (1250-1550)" nahm das Desiderat "männliche Witwerschaft" im genannten Untersuchungszeitraum in den Blick. Neben dem Erarbeiten der Quantität und der Beweggründe für eine wenigstens zehn Jahre andauernde Ehelosigkeit nach dem Tod der Ehefrau(en) waren gleichermaßen deren Auswirkungen auf die Handlungsspielräume, nach dem Konzept von Oliver Auge, der verwitweten Fürsten zentraler Forschungsgegenstand. Anhand von 58 eruierten Fürsten konnte eine durchschnittliche Witwerschaft von ca. 18 Jahren errechnet werden. Auf der Personenebene konnte die vorherrschende Ansicht der historiographischen Forschung, wonach ausschließlich dynastische Gründe eine langjährige oder lebenslängliche Witwerschaft bedingten, durch die Betrachtung von politischen, finanziellen, religiösen, persönlichen etc. Motiven weiter nuanciert werden. Jedoch waren die Witwerjahre, im Gegensatz zu ihrem weiblichen Pendant, keine identitätsstiftende oder rechtliche Größe, sodass Fremd- und Selbstzuschreibungen der Witwer fehlen. Im Berichtszeitraum wurden darüber hinaus letzte Archivalien eingearbeitet und die Verschriftlichung der Gesamtergebnisse fortgeführt. Mittels der Organisation der internationalen Tagung "Witwerschaft. epochenübergreifend. Transdisziplinär" und dem aktuell in der Fertigstellung befindlichen Sammelband konnte das Vorhaben Forschungsarbeiten zu gleichen Thematik außerhalb der Mediävistik anregen.

 
 

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