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Simultane Topologie-, Form- und Lagenoptimierung von gefügten isotropen Bauteilen und Faserverbundlaminaten unter Berücksichtigung von Materialschädigung und Ausfallsicherheit

Fachliche Zuordnung Leichtbau, Textiltechnik
Mechanik
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 406315228
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In der Strukturmechanik (insbesondere in der Luftfahrt) wird für bestimmte Bauteile Ausfallsicherheit gefordert, was bedeutet, dass die Struktur trotz Wegfalls eines primären Lastpfades einen gewissen Teil der vorgesehenen Belastung standhält. Weiterhin kommen im Entwurfsprozess tragender Strukturen zunehmend Optimierungsmethoden zum Einsatz, um beispielsweise möglichst viel Gewicht einzusparen. In der konventionellen Entwurfsoptimierung ist es möglich, Ausfallsicherheit als Nebenbedingung innerhalb der Optimierung zu berücksichtigen. Dazu werden während der Optimierung Strukturelemente entfernt und so die Ausfallsicherheit überprüft. Bei der Topologieoptimierung hingegen entsteht eine Struktur erst im Verlauf der Optimierung. Dadurch lies sich bisher Ausfallsicherheit nur unter extrem großen Rechenkosten während der Optimierung berücksichtigen. Während der ersten Projektphase wurde zunächst eine Methode entwickelt, mit der sich Lastpfade während der Optimierung identifizieren und so gezielt deren Ausfälle berücksichtigen und Rechenzeiten reduzieren lassen. Es zeigte sich jedoch, dass die dadurch entstehende fortwährende Änderung des Optimierungsproblems in der Regel Konvergenz verhindert. Daher wurde ein Ansatz entwickelt, in dem eine kosteneffiziente Topologieoptimierung einen redundanten Entwurf erzeugt und dieser anschließend formoptimiert wird. Da sich während der Formoptimierung Lastpfade nicht ändern, kann darin ein reduzierter Satz an Schadensszenarien berücksichtigt werden. Weiterhin wurde untersucht wie sich die Betrachtung von Spannungen auf die Topologieoptimierung hinsichtlich Ausfallssicherheit auswirkt. Es zeigte sich, dass die Form des angenommenen Schadens einen überraschend geringen Einfluss auf das Optimierungsergebnis hat. Zusätzlich wurden die Ausfallsicherheit in der simultanen Optimierung zweier Bauteile und deren Verbindungselemente berücksichtigt. Diese Arbeit bildete den Grundstein für die zweite Projektförderphase. In dieser wurde die Verbindung eines isotropen Bauteils und einer Faserverbundschale betrachtet. Es wurde eine Ansatz entwickelt, in dem das isotrope Bauteil topologieoptimiert wird, während gleichzeitig die Orte der Verbindungselemente und das Faserverbundlaminat optimiert werden. Es zeigte sich, dass allein die Berücksichtigung eines Schadenskriteriums in der Faserverbundschale einen erheblichen Einfluss auf die Topologie des isotropen Bauteils hat. Diese Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung bei der Optimierung von Bauteilen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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