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Das subtropisch-südafrikanische Hydroklima während des mittleren Piacenzium rekonstruiert anhand von Änderungen in der Fynbos Vegetation: Daten zur Überprüfung von Klimamodell-Berechnungen

Antragstellerin Dr. Lydie Madeleine Dupont
Fachliche Zuordnung Paläontologie
Förderung Förderung von 2018 bis 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 407425889
 
Die spätpliozäne Periode zwischen 3.264 und 3.025 Ma, die sog. "mid-Piancenzian Warm Period" (mWPW), ist von besonderem Interesse für paläoklimatische Studien, da sie als geologisches Analogon für zukünftige Erwärmung herangezogen wird. Zwischen Paläo-Datensätzen und Modellen besteht allerdings eine Diskrepanz: Viele Klimamodelle sagen voraus, dass die subtropischen Regionen während warmer Phasen mit erhöhter atmosphärischen Kohlenstoffkonzentration trockner werden. Paläodaten des mWPW hingegen zeigen, dass die subtropischen Regionen feuchter waren. Vorhandene Paläodaten beziehen sich allerdings nur auf die Nordhalbkugel, während hochauflösende Datenreihen der Südhalbkugel bislang fehlen. Um diese Lücke zu schließen, soll eine Studie orbital-aufgelöster Schwankungen des südafrikanischen subtropischen Hydroklimas anhand von Pollen der Fynbos-Vegetation aus südwestlich von Kapstadt gewonnenen Tiefseesedimente durchgeführt werden. Die relative Bedeutung zweier unterschiedlicher Mechanismen der Klimasteuerung des subtropischen Südafrika soll geprüft werden. Zum einen der Einfluss der Temperaturänderungen an der Meeresoberfläche entlang der südafrikanischen Westküste im Zusammenhang mit der Position und Stärke des südatlantischen Hochdruckgebiets. Zum anderen die Rolle der Breitenlage der antarktisch-subtropischen Front und der dazugehörigen Westwinde.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Frankreich
 
 

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