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Der Einfluss von Anthropomorphisierung und emotionaler Valenz dekorativer Bilder auf das Lernen mit Medien

Fachliche Zuordnung Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 418843124
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt befasste sich mit der Untersuchung der Lernförderlichkeit dekorativer Bilder, d.h. Bilder ohne instruktionale Relevanz für das Lernmaterial, hinsichtlich ihrem Grad an Anthropomorphisierung, d.h. Vermenschlichung, und Valenz, d.h. ihrem emotionalem Gehalt. Die bisherige Forschung zu diesem Gebiet zeigte ambivalente Ergebnisse hinsichtlich beider Faktoren. Im Rahmen dieses Projekts sollte in Form eines 2x2-Designs mit Kontrollgruppe an zwei studentischen und zwei Schulstichproben mit einer Stichprobengröße von jeweils N = 160 untersucht werden, inwiefern dekorative Bilder mit positiver emotionaler Valenz und Vermenschlichung unter Berücksichtigung der intrinsischen Motivation als potentieller Moderator- oder Mediatorvariable einen Einfluss auf die Behaltens- und Transferleistung ausüben. Aufgrund der infolge der Corona-Pandemie veranlassten Einschränkungen von Erhebungen an Schulen und den Laborräumen der Universität konnten nur die zwei studentischen Stichproben der vier angestrebten Erhebungen nahezu abgeschlossen erhoben werden. Es fanden sich in beiden studentischen Stichproben keine konsistenten signifikanten Effekte. Keine der in manchen Variablen signifikanten Einzelbefunde konnten in der jeweils anderen Stichprobe repliziert werden. Auch eine parallele Erhebung von Herzrate und Hautleitfähigkeit zeigte keine konsistenten signifikanten Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen. Ein Einbezug der intrinsischen Motivation hatte keinen relevanten Effekt auf die Ergebnisse. Auch eine Interaktion zwischen emotionaler Valenz und Anthropomorphisierung konnte nicht gefunden werden. Unter Berücksichtigung der nicht vollständig abgeschlossenen Erhebung kann somit vorläufig geschlussfolgert werden, dass es zu keinem konsistent signifikanten Effekt des Einbezugs dekorativer Bilder auf das Lernen mit einer digitalen Lernumgebung kam. Dieses Ergebnis war unabhängig von der emotionalen Valenz und dem Grad der Anthropomorphisierung der Bilder und deutet darauf hin, dass dekorative Bilder mitunter unabhängig von ihrer Valenz und ihrem Vermenschlichungsgrad einen nur geringfügigen und somit eher vernachlässigbaren Einfluss auf die Behaltens- und Transferleistung beim Lernen mit digitalen Lernumgebungen ausüben.

 
 

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