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Akademische Redefreiheit im universitären Bildungsraum. Praktiken und Formen ihrer öffentlichen Legitimation und Limitation

Fachliche Zuordnung Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 422761980
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ausgehend von Streitfällen, die sich seit ca. 2015 vermehrt zugetragen haben, hat sich ein umfänglicher Diskurs um die Lage von Wissenschaftsfreiheit bzw. akademischer Redefreiheit an Hochschulen in Deutschland herausgebildet. Unterschiedliche Konfliktthemen haben die Diskussion hierzulande befördert, darunter die Einladung und die anschließende Kritik von politisch umstrittenen Vorträgen, die Frage nach einem angemessenen Umgang mit Rechtspopulismus, aber auch die Ausgestaltung diversitätssensibler Strukturen in der Hochschule. Die Untersuchung des Diskurses um akademische Redefreiheit, der Effekte für die Hochschulorganisation und für hochschulische Akteure zeitigt, ist Gegenstand dieses Forschungsprojekts. Es untersucht zum einen anhand von Interviews mit Hochschulleitungen, Studierendenvertretungen und einer dritten Gruppe von Personen, die sich intensiv mit dem Thema der akademischen Redefreiheit befasst haben, und zum anderen anhand von thematisch einschlägigen Dokumenten – Stellungnahmen, Pressemitteilungen, Offene Briefe, publizistische Beiträge –, wie die Lage der akademische Redefreiheit gesehen wird, wie spezifische Ausrichtungen autorisiert oder kritisiert werden und wer für die Ausgestaltung oder auch für die Einschränkung akademischer Redefreiheit verantwortlich gemacht wird. Im Projekt ist ein diskursanalytisches Vorgehen zum Einsatz gekommen, das Formen der Adressierung und Autorisierung fokussiert. Unter Nutzung ethnographischer Forschungsstrategien sind die ausgreifenden Adressierungen des Diskurses um akademische Redefreiheit rekonstruiert worden, von denen ausgehend der Topos akademischer Redefreiheit Eingang in die universitäre Organisation gefunden hat. Detaillierte Einzelstudien sind erfolgt zum Topos der Universität als ‚Safe Space‘, zu den Öffentlichkeiten bzw. dem Öffentlich-Werden von Universität im Diskurs, zur Rolle von Studierenden im Diskurs (aus studentischer Sicht), zu Protestformen und -praxis, zur Verhältnisbestimmung von wissenschaftlichem und politischem Sprechen, sowie zur Rolle von Streit für universitäre Bildung.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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