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Die Legitimitätspolitik bewaffneter Gruppen

Fachliche Zuordnung Politikwissenschaft
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424426045
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Warum werden manche nicht-staatliche Gewaltakteure international anerkannt und andere nicht? Mit der Frage der Legitimierung nicht-staatlicher Gewaltakteure beschäftigte sich dieses Projekt. Angelegt als Fallstudienvergleich (Uganda, West-Sahara, Syrien, Afghanistan) der Projektmitarbeiter und erweitert um acht weitere Fallstudien seitens internationaler Kooperationspartner hat das Projekt die Legitimitätspolitik bewaffneter Gruppen in unterschiedlichen regionalen und zeitlichen Kontexten analysiert. Aus dem Projekt sind zwei wesentliche Ergebnisse hervorgegangen: Zum einen hat das Projekt einen theoretisch-konzeptionellen Beitrag zur Forschung über die Konstruktion und Produktion von Legitimität in der internationalen Politik erbracht, der auf Praktiken des „claim-making“ und der „claim-validation“ abstellt. Zum anderen hat das Projekt einen historisch differenzierenden Beitrag zur Theorie der internationalen Beziehungen erbracht, in dem zwischen vier historischen Zeiten seit 1945 unterschieden wird, die jeweils unterschiedliche politische Konjunkturen und Gelegenheitsstrukturen in der internationalen Politik darstellen: Die Zeit der Dekolonisation, die des Kalten Krieges, der humanitären Intervention und des „new sovereigntism“. Mit dieser historisch differenzierenden Theoretisierung wird eine Alternative angeboten zu rein formalen Theorie-Ansätzen der Internationalen Beziehungen, welche der großen Fallvarianz häufig nicht gerecht werden. Aus der internationalen Kooperation und der über mehrere Jahre erstreckten vergleichenden Diskussion ist außerdem eine erste Konzeptionalisierung der kollektiven Forschungsmethode des hervorgegangen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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