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Glucocorticoide fördern eine Eisenüberladung in Immunzellen und metabolisch aktiven Geweben

Fachliche Zuordnung Endokrinologie, Diabetologie, Metabolismus
Gastroenterologie
Zellbiologie
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426045492
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Eisen ist ein lebenswichtiger Mikronährstoff. Zelluläre und systemische Eisenspiegel werden durch das Eisenhormon Hepcidin gesteuert. Ungleichgewichte im Eisenspiegel und in der Hepcidin-Expression sind charakteristisch für erworbene und genetisch bedingte Eisenstörungen. Hier identifizierten wir Stresshormone, Glukokortikoide (GCs), als tiefgreifende Modulatoren der Eisenhomöostase. Wir zeigen, dass akute und chronische GCs-Behandlungen bei Mäusen den Eisenspiegel beeinflussen, indem sie die Expression von Hepcidin modulieren, was darauf hindeutet, dass Störungen der Eisenhomöostase eine übersehene Nebenwirkung der GCs-Therapie darstellen könnten. Umgekehrt entdeckten wir, dass eine systemische Eisenüberladung bei Mäusen die Signalübertragung von GCs beeinträchtigte, was auf eine Zell-/Geweberesistenz gegenüber GCs bei Eisenüberladung hindeutet. Unsere Untersuchungen deckten neuartige molekulare Mechanismen auf, durch die GCs die Eisenhomöostase beeinflussen und umgekehrt, zeigten Hepcidin-Veränderungen bei Patienten mit endogenem pathologischem Hypercortisolismus und stellten fest, dass GC-Resistenz ein Kennzeichen von Eisenüberladungsstörungen ist.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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