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Schriftstellerinnen aus der Sammlung Varnhagen – Briefe, Werke, Relationen

Fachliche Zuordnung Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426659774
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Mit „Schriftstellerinnen aus der Sammlung Varnhagen – Briefe, Werke, Relationen“ wurde ein Projekt realisiert, das einen wichtigen Baustein in der polnisch-deutschen wissenschaftlichen Zusammenarbeit bildet. Die vormals in der Preußischen Staatsbibliothek Berlin beheimatete, aufgrund von kriegsbedingten Verlagerungen heute in Krakau befindliche Sammlung Varnhagen ist ein Teil des europäischen Kulturerbes. Durch das Projekt wurden erstmals Bestände aus dieser Sammlung unter Berücksichtigung der Sammlungsumgebung und der inneren und äußeren Sammlungsbezüge umfangreich erforscht. Die herausragende Beteiligung von Schriftstellerinnen an der Formation und am Profil der Sammlung wurde dabei erstmals herausgearbeitet und im Zusammenhang nachvollziehbar gemacht. Die Ergebnisse des Projektes wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Kontexten (Lehrveranstaltungen, Workshops, Austausch mit anderen Forschungsprojekten, Vorträgen und Tagungen) sowie – über den engeren wissenschaftlichen Kontext hinaus – im Rahmen des parlamentarischen Abends der Thüringer Landesregierung am 26. März 2023 in Erfurt vorgestellt. Themen mit aktuellen Bezügen, die bei dieser Gelegenheit in den Vordergrund gestellt und diskutiert wurden, waren u.a.: Kriegs- und Revolutionserfahrung von Schriftstellerinnen, plurale Europäische Identitäten, Flucht und Exil und die differenzierten sprachlichen Artikulationsweisen von Partizipation in Briefen von Schriftstellerinnen (so spricht zum Beispiel Elise von Hohenhausen in einem Brief an Helmina von Chézy von der gleichberechtigten Partizipation von „Priester= und -innen“ der deutschen Literatur). Diese Themen wurden u.a. in Form eines von Simona Noreik erstellten Video-Clips anschaulich gemacht, der im Rahmen des Parlamentarischen Abends vorgeführt wurde. Das Projekt wird von beiden Seiten als Pilotprojekt polnisch-deutscher Zusammenarbeit bei der Erforschung der ‚Berlinka’-Bestände in Krakau und darüber hinaus wahrgenommen. Die Vergabe der Top-Level-Domain-Endung „eu“ in der Webrepräsentation des Projektes ist durchaus programmatisch und als Abbreviatur für den Geist der länderübergreifenden Zusammenarbeit in dem Projekt zu verstehen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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