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Vom Anthropozentrismus zum Neuen Materialismus: Objekte und Apparaturen im Zirkus

Antragstellerin Dr. Franziska Trapp
Fachliche Zuordnung Theater- und Medienwissenschaften
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 446040934
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Forschungsprojekt arbeitet die Entwicklung der Subjekt-Objekt Beziehungen im Zirkus heraus und stellt diese in ihren kulturhistorischen Kontext. Dabei steht die Wechselwirkung zwischen dem gesellschaftlichen Grundverständnis vom Umgang mit Objekten und dem spezifischen Einsatz von Objekten und Apparaturen im Zirkus im Zentrum. Das Projekt versteht sich als ein interdisziplinäres, heuristisches Experiment: Wie verändert sich unser Blick und zu welchen neuen Resultaten gelangen wir, wenn wir von der agency von Objekten und Apparaturen ausgehen? Die Analyse der Interaktion von human und non-human im Zirkus erfolgte in den drei Kernbereichen Dramaturgie, Equipment Design und Architektur. Die enge Zusammenarbeit mit Partner*innen aus der Praxis ermöglichte es, Aufführungen nicht nur als ein finales Produkt zu betrachten, sondern den Kreationsprozess als zentrales Element des künstlerischen Ausdrucks mit einzubeziehen. Dabei fordern die Analysen von Aufführungen, Kreationsprozessen und Gebäuden ausgehend von einem Verständnis von Zirkus als relationale Kunstpraxis die Weiterentwicklung und partielle Revision etablierter Methoden der Theaterwissenschaft, die vor dem Hintergrund eines Verständnisses von nicht-menschlicher Materie als vital und agential neu gedacht werden. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurden ausgewählte Forschungsergebnisse in Form von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften bereits publiziert bzw. zur Veröffentlichung angenommen. Darüber hinaus wurde der Großteil der Erkenntnisse auf wissenschaftlichen Tagungen zur Diskussion gestellt. Aktuell erfolgt die Fertigstellung der aus dem Projekt resultierenden Monografie. Die federführende Mitwirkung an der zunehmenden Institutionalisierung der internationalen Zirkusforschung wurde in diversen Auftritten in Zeitungen, Radio (u.a. WDR) und Fernsehen (u.a. ARTE) mit öffentlicher Sichtbarkeit korreliert.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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