Detailseite
Projekt Druckansicht

Die Pandemie als ein Belastungstest des Patentsystems - eine rechtsökonomische Untersuchung von Ausschließlichkeit, Liability Rules, Open Innovation und ergänzender Instrumente

Fachliche Zuordnung Privatrecht
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Förderung Förderung von 2021 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 458653325
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die COVID-19-Pandemie bedeutete für das Patentrecht einen Stresstest. Vielfach wurde in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft der Ruf nach einer Aussetzung des Patentschutzes laut, um die Gesundheitsversorgung nicht durch private Verbotsrechte zu behindern. Unser Projekt gelangt zu dem Ergebnis, dass der patentrechtliche Anreiz einen erheblichen Anteil daran hatte, dass innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit Impfstoffe entwickelt und weithin zur Verfügung gestellt werden konnten. Insofern hat das Patentrecht den Stresstest bestanden. Dennoch sollte das Recht im Hinblick auf zukünftige Krisen die Anreize zur freiwilligen Zusammenarbeit (Open Innovation), beispielsweise zur Erklärung von „Patent Pledges“, stärken. Als Anreiz zur Kooperation und als Auffangmittel für den Fall, das sich Patentinhaber der Lizenzierung verweigern, sollte die Möglichkeit der Erteilung von Zwangslizenzen, nicht zuletzt auch auf EU-Ebene, weiter ausgestaltet werden. So kann die Krisenresistenz eines Systems, das sich im Stresstest im Grundsatz bewährt hat, noch gestärkt werden. Diese Ergebnisse tragen zur Forschung innerhalb des Patentsystems bei, verstehen sich aber auch als Empfehlungen an die Politik.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung