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Einfluss perzeptueller und kognitiver Defizite auf die komplexe Sprachverarbeitung

Antragstellerin Dr. Luise Wagner
Fachliche Zuordnung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Audiologie
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 462949488
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dem Projekt wurde für Normalhörende und Menschen mit Hörminderung, welche ein Hörgerät tragen, die Verarbeitung komplexer Sätze untersucht. Perzeptuelle und kognitive Fähigkeiten wurden erfasst. Elektrophysiologische Messungen wurden durchgeführt und akustisch evozierte Potentiale genauer betrachtet. Dabei zeigen sich Unterschiede in der Satzverarbeitung zwischen den Gruppen. Längere Latenzen der ereigniskorrelierten evozierten Potentiale (EKP) deuten auf eine langsamere Verarbeitung in der Gruppe der Hörgerätetragenden hin. Bei komplexeren Relativsätzen mit Einschüben zeigt sich in den Potentialen auch eine spätere Rollenzuordnung in dieser Gruppe. Jedoch unterschied sich die Anzahl korrekter Antworten in den Verständnisaufgaben zwischen den beiden Gruppen nicht. Zusammenfassend konnte objektiv trotz gleichem Erfolg in der Lösung der Verständnisaufgabe eine höhere kognitive Anstrengung in der Gruppe der Hörgerätetragenden gezeigt werden. Ein gezieltes kognitives Training könnte die Betroffenen im Alltag unterstützen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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