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Determinanten und Konsequenzen von Entscheidungsfehlern in der Innovationsentwicklung: Eine umfassende empirische Untersuchung auf der organisationalen und individuellen Ebene

Fachliche Zuordnung Accounting und Finance
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 463387112
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das vorliegende DFG-Projekt adressiert die Forschungsfrage wie spezifische Entscheidungsfehler in innovationsbezogenen Vorhaben entstehen und nachgelagertes organisationales und individuelles Verhalten beeinflussen. Die untersuchten Phänomene umfassen hierbei einen Innovationsfehlschlag und das Verpassen einer Innovationsmöglichkeit. Während Ersteres aus dem Verfolgen eines inhärent schlechten Projektes entsteht, entsteht Letzteres aus dem Abbruch eines inhärent guten Projektes. Drei Teilprojekte fokussieren sich auf diese Entscheidungsfehler, füllen in diesem Zuge relevante Forschungslücken und erhöhen das akademische und praktische Verständnis. Teilprojekt 1 untersucht, wie ein fehlerhafter Projektabbruch auf Basis eines schrittweisen Prozesses entstehen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass der Innovationsprojekttyp die Wahrnehmung von Unsicherheit durch Entscheider:innen beeinflusst und damit deren Informationsverarbeitungsstil für die Projektevaluation und das Treffen von Projektentscheidungen. Der Informationsverarbeitungsstil beeinflusst nachgelagert die Qualität einer Abbruchentscheidung und damit die Wahrscheinlichkeit, eine potenziell wertvolle Innovationsmöglichkeit zu verpassen. Teilprojekt 2 untersucht, wie Organisationen auf das Verpassen einer betrachteten, innovationsähnlichen Investitionsmöglichkeit, spezifische Merger & Akquisitions-Möglichkeit, reagieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Höhe der Investitionssumme in nachgelagerten Entscheidungssituationen davon abhängt, ob eine Organisation die initiale Investition verpasst hat oder nicht. Teilprojekt 3 untersucht, wie kürzlich begangene Entscheidungsfehler Persistenz mit einem momentan schlecht laufenden Innovationsprojekt beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Projetweiterverfolgung von der Art des begangenen Entscheidungsfehlers abhängt. Darüber hinaus hängt die Stärke dieses Effektes zusätzlich von der Fähigkeit zur Selbstregulation der Entscheider:innen ab. Die Ergebnisse aller drei Teilprojekte helfen dabei, praxisrelevante Empfehlungen zu formulieren. Insbesondere ermöglichen sie, Praktiker:innen hinsichtlich der Entstehung und Effekte von Innovationsentscheidungsfehlern zu sensibilisieren.

Link zum Abschlussbericht

https://hdl.handle.net/10419/318550

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

  • “Project-related antecedents of abandonment error occurrence in innovation development,” Presented at the 30th IPDMC: Innovation and Product Development Management Conference, Lecco, Italy (June 7-9).
    Hofmann, Björn & Monika C. Schuhmacher
  • “Persistence with underperforming innovation projects after experiencing failure: A conjoint experiment,” Presented at the 31st IPDMC: Innovation and Product Development Management Conference, Dublin, Ireland (June 5-7).
    Hofmann, Björn, Monika C. Schuhmacher & Kumar R. Sarangee
 
 

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