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Entschlüsselung der strukturellen Basis von TRP Kanalinhibierung als Grundlage für neues Medikamentendesign

Antragsteller Dr. Arthur Neuberger
Fachliche Zuordnung Strukturbiologie
Biochemie
Biophysik
Förderung Förderung von 2021 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 464295817
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Jede körperliche oder geistige Aktivität erfordert Ionenkanäle, die für viele biologische Prozesse essenziell sind. Ionenkanäle sind auch mit zahlreichen menschlichen Krankheiten verbunden, einschließlich solcher, die durch Mutationen verursacht werden (Kanalopathien). Viele Medikamente, darunter Lokalanästhetika, Angstlöser und Beruhigungsmittel, wirken auf Ionenkanäle. Allerdings fehlen für viele Ionenkanäle hochwirksame und selektive Medikamente aufgrund unseres begrenzten Wissens über ihre molekularen Regulationsmechanismen. Ich interessiere mich insbesondere für Transiente Rezeptor- Potential (TRP) Vanilloid-Subfamilie (TRPV) Kanäle. Diese polymodalen sensorischen Transducer reagieren auf Chemikalien, Temperatur, mechanischen Stress und Membranspannung und sind an Sehen, Schmecken, Riechen, Hören, Tasten, Temperaturwahrnehmung und Schmerzempfindung beteiligt. Mutationen oder Veränderungen in der Expression von TRP-Kanälen sind mit zahlreichen menschlichen Krankheiten assoziiert, einschließlich kardiovaskulärer, renaler, nozizeptiver und metabolischer Störungen sowie Krebs. Transiente Rezeptor-Potential (TRP) Kanäle sind vielseitige Membranproteine, die in Hauptregulatoren (Torwächter) der Ionenhomöostase und sensorische Transducer unterteilt werden können, die auf Temperaturveränderungen (schädliche/unbedenkliche Hitze/Kälte) oder scharfe natürliche Verbindungen reagieren, unter anderem. Während erstere grundlegende Zellfunktionen regulieren (z.B. TRPV6), spielen letztere eine wichtige Rolle in unserer Interaktion mit der Umwelt und unserer Fähigkeit, gesunde Entscheidungen zu treffen (z.B. TRPV1/3). Wenn ein TRP-Kanal aktiviert wird, durchläuft er Konformationsänderungen, die zu einem Zustand führen, in dem seine transmembrane Pore sich öffnet und den Durchlass von Ionen zwischen extrazellulärem und intrazellulärem Raum ermöglicht. Einige Kanäle (z.B. TRPV1/3) öffnen ihre Poren nur als Reaktion auf einen Agonisten oder einen physikalischen Reiz. Andere Kanäle, wie TRPV6, sind dauerhaft geöffnet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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