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Flexible theoretische Modell im Intermediary Asset Pricing

Fachliche Zuordnung Accounting und Finance
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 447617473
 
Ziel des Projekts ist die Analyse von Modellen zur Preisbildung von Vermögenswerten mit Intermediären. Diese Modelle sind durch heterogene Agenten charakterisiert, die z.T. Restriktionen bezüglich ihrer Investitionen unterliegen. In der ersten Förderphase befassten wir uns mit Verallgemeinerungen eines zeitstetigen Basismodells in politikrelevante Richtungen (z.B. durch Einführung einer flexiblen Regulierung des Finanzsektors, explizite Einbeziehung der Realwirtschaft oder die Analyse der Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Märkten). In der zweiten Förderphase wenden wir uns theoretisch und empirisch dem Bereich des „Demand-based Asset Pricing“ (DBAP) zu. Hier wird die Nachfrage verschiedener Investorengruppen nach den gegebenen Wertpapieren in Abhängigkeit von Charakteristika modelliert, und diese Nachfragefunktionen werden dann empirisch geschätzt (unter der Bedingung, dass die Wertpapiernachfrage gleich dem Angebot ist). Der fundamentale Ansatz von Koijen und Yogo (2019, KY) basiert auf z.T. vereinfachenden Annahmen, deren Implikationen wir in einer Simulation untersuchen wollen. Es fällt in der Empirie von DBAP-Modellen oft auf, dass der durch das Modell nicht erklärte Anteil der Nachfrage relativ hoch ist. Die kontrollierte Simulationsumgebung erlaubt eine genaue Analyse des Ergebnisses mit und ohne vereinfachende Annahmen und damit auch eine quantitative Aussage über deren Auswirkungen auf den geschätzten Demand. Anschließend wollen wir den DBAP-Ansatz auf Optionen als wichtige Assetklasse übertragen. Optionen sind speziell, da das Gesamtangebot über alle Marktteilnehmer addiert null sein muss. Dies ist eine Verallgemeinerung gegenüber dem Basismodell von KY und impliziert neue Herausforderungen bei der Modellierung. Ferner sind wir an einer besonderen Eigenschaft von Optionen und deren Implikationen für DBAP interessiert. So erlauben Optionen den Handel von und damit die Absicherung gegen Sprungrisiken, also Risiken plötzlicher starker (meist negativer) Kursbewegungen, und wir wollen die Bewertung dieser Risiken im Rahmen des DBAP untersuchen. Schließlich wollen wir uns noch einmal dem Modell von Kargar (2021) zuwenden, das in der ersten Förderphase im Zentrum stand. Vor dem Hintergrund der unklaren empirischen Ergebnisse stellt sich die Frage, ob durch Variation einiger Komponenten des Modells eine besserer Fit an die Daten gelingt, z.B. durch Variation der Präferenzen (Habit statt rekursivem Nutzen) oder des Informationsstandes der Akteure (Haushalte vs. Finanzintermediäre). Die Arbeit an unserem Projekt basiert auf der engen Kooperation mit anderen Projekten der Forschungsgruppe, z.T. werden die Arbeitspakete auch direkt in Kooperation mit Angehörigen anderer Projekte umgesetzt (so z.B. die Analyse des DBAP-Ansatzes für Optionen mit dem Team von A22). Als Ergebnis jedes Arbeitspakets soll am Ende jeweils mindestens ein Arbeitspapier vorliegen, das auf wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert und bei hochrangigen Zeitschriften eingereicht werden soll.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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