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Ökonometrische Analyse der Rolle von Intermediären bei der Bewertung von Finanzanlagen: Beiträge zur Methodenentwicklung und Bewältigung empirischer Herausforderungen

Fachliche Zuordnung Accounting und Finance
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 447617473
 
Die Untersuchung der Rolle von Intermediären im Rahmen der Bewertung von Finanzanlagen (im Folgenden IAP) definiert das Leitmotiv dieser Forschungsgruppe. Als Finanzökonometriker beobachten wir auf dem Gebiet des IAP einige methodische Forschungslücken, welche die Motivation für unser Projekt liefern. Die Forschungsagenda der zweiten Förderperiode spiegelt die inhaltliche und methodische Erweiterung der Forschungsgrupppe wider. Unser Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der Rolle von Intermediären bei der Preisbildung von Vermögenswerten beizutragen, und wir wollen dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln angehen. Zu diesem Zweck werden wir uns auf momentenbasierte Schätzstrategien (insb. die Empirical Likelihood Methode) stützen und die Flexibilität statistischen Lernens (z.B. in Form von künstlichen neuronalen Netzen) mit traditioneller ökonometrischer Methodik kreativ kombinieren. Dabei werden wir eine breitere Perspektive einnehmen, die Authorized Participants (APs) als einen besonderen Intermediärs-Typ einschließt und die nachfragebasierte Ansätze berücksichtigt. Konkret werden wir die erwähnten Methoden zur Schätzung der Nachfragefunktion in Demand-Based- Asset-Pricing-Settings, zur Bewertung des Informationsgehalts stochastischer Diskontierungsfaktoren von Intermediären, zur empirischen Bewertung des Ausmaßes, in dem die Eigenschaften von APs die Liquidität von ETF-Anteilen und die Preiskonvergenz zwischen ETF-Anteilen und ihren zugrunde liegenden Portfolios beeinflussen, sowie zum Nowcasting von Anleihekursen nutzen. Die Bearbeitung dieser Forschungsfragen ist in allen Fällen mit methodischen Herausforderungen verbunden, die entweder die Entwicklung neuer Schätzstrategien notwendig machen oder die Verwendung bestehender empirischer Ansätze in einer nicht standardmäßigen Weise erfordern. Herausforderungen ergeben sich aus den Daten (z.B. Zeitreihendaten mit irregulärer Beobachtungsfrequenz), oder direkt aus der Forschungsfrage (z.B. aufgrund der Notwendigkeit, zeitlich veränderliche kointegrierende Beziehungen von erklärenden Veriablen zu modellieren). Die Forschungsgruppe bietet ein ideales Umfeld für unser Projekt, denn wir können sowohl auf das Fachwissen der auf Theorie spezialisierten Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen als auch auf die Expertise der empirisch orientierten Forschenden.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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