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Religion und Emotionen.

Fachliche Zuordnung Evangelische Theologie
Praktische Philosophie
Förderung Förderung von 2021 bis 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 468734977
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Emotions matter - denn ohne sie wäre gar nichts von Belang. Doch nach einer für die Emotionsforschung überaus fruchtbaren Phase insbesondere in der Philosophie und in Teilen der systematischen Theologie hat das Interesse am Gegenstand spürbar nachgelassen. Das Netzwerk nimmt diese Fäden auf, indem es erstmals in dieser Zusammenstellung einen dafür geeigneten institutionellen Rahmen bietet. Die grundlegende Frage lautet: Welche Rolle spielen Emotionen im Rahmen einer analytischen Philosophie und Theologie der Existenz im Hinblick auf Fragen des Selbstverständnisses, der Erschlossenheit von Welt und Subjekt sowie des Engagements als Ausdruck personaler Identität? Diese Problemstellung fächert sich in fünf miteinander gekoppelte Teilbereiche auf. 1: Wie steht es um die Möglichkeit genereller Emotionstheorien am Leitfaden einer kritisch-korrigierenden Debatte zum emotionstheoretischen Kognitivismus? 2: (Wie) ist es möglich, genuin 'religiöse' Emotionen zu bestimmen? 3: Wie verhalten sich die alltägliche Lebenswelt und die Glaubenspraxis zur Frage der (Nicht-)Rationalität von Emotionen? 4: Welche konkrete Rolle spielen (religiöse) Emotionen bei der Erschließung von Selbst und Welt - und wie verschließen sie ggf. diesen 'Zugang'? 5: Welchen Beitrag leisten Emotionen in motivationaler Hinsicht, sowohl als Implikat der eigenen Identität (im Glauben), als auch im Blick auf das moralische und politische Engagement? Die mit (1) bis (5) skizzierten Konstellationen bieten keine separaten Einzelfragen, sondern falten ein spannungsreiches, aber konsistentes Forschungsfeld auf, das zugleich auf andere Gebiete gewinnbringend einwirken kann. Diese Skizze läuft auf folgende Ziele unseres Netzwerks hinaus: Die Veröffentlichung eines problemorientierten Sammelbandes oder einer Sonderausgabe, die auf den oben genannten fünf Konstellationen und ihrer Kohärenz basiert; der Aufbau einer digitalen Plattform, die es ermöglicht, Thesen, Ergebnisse und Texte in Arbeit zu teilen, zu diskutieren und (auch für ein breiteres Publikum) zu veröffentlichen; ein Beitrag zu einer "öffentlichen" Philosophie und Theologie durch die Erstellung einer eigenen Homepage als Forum für Vortrags- und Präsentationsaufzeichnungen (über einen YouTube-Kanal) / als Diskussionsplattform (z. B. über Clubhouse) / als Podcast mit beispielsweise wechselseitigen Interviews; ein wissenschaftliches "Start-up": Die Arbeit innerhalb / aus unserem Netzwerk könnte zu Folgeprojekten und weiteren Forschungsvorhaben führen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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