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Empirische Analysen zum Einfluss des Klimawandels auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung in weniger entwickelten Ländern

Fachliche Zuordnung Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 471221245
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Der Klimawandel, der vom Menschen verursachte Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen, hat in den meisten Teilen der Welt erhebliche Auswirkungen auf Ernteerträge und Tierzucht und damit auf Ernährung, Gesundheit und Armut. Zu den indirekten Auswirkungen, die dem Klimawandel zugeschrieben werden, gehören soziale Folgen wie politische Instabilität und Konflikte. Länder mit niedrigem Einkommen sind besonders anfällig für diese negativen Folgen. Das Verständnis der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels ist ein wichtiger erster Schritt, um politische Maßnahmen und Institutionen zu gestalten, die mit diesen Auswirkungen umgehen. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist es daher, die empirische Wissensbasis zu wirtschaftlichen und politischen Effekten des Klimawandels in weniger entwickelten Ländern zu erweitern. Der Klimawandel geht mit einer Zunahme von extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen einher und das unmittelbare Ziel dieses Projekts ist es, zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von solchen extremen Wetterereignissen beizutragen. Die empirische Basis stellen Daten zu Wetterereignissen, die mit räumlich disaggregierten Daten auf individueller Ebene verknüpft werden, die politische und sozioökonomische Variablen über eine große Anzahl von Ländern und Jahren messen, insbesondere aus Demographic and Health Surveys (DHS) und Afrobarometer. Methodisch verwende ich ökonometrische Techniken aus der Literatur der natürlichen Experimente, um kausale Effekte zu identifizieren. Im ersten Teilprojekt untersuche ich die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen auf politische Präferenzen. Dies trägt zu einem besseren Verständnis der Gefahr bei, die der Klimawandel für die Destabilisierung demokratischer Regime und die Stärkung autoritärer Regierungen darstellt. Die bestehende empirische Forschung findet hauptsächlich auf Makroebene statt, was empirische Herausforderungen mit sich bringt. Dazu gehören unter anderem die Frage, wie Demokratie gemessen werden kann, die Tatsache, dass Übergänge zwischen Demokratie und Nicht-Demokratie relativ selten sind, sowie der Umgang mit Endogenität. Andererseits legt die Literatur nahe, dass Effekte von Wetter und Klima auf individueller Ebene berücksichtigt werden sollten. In diesem Projekt betrachte ich daher Umfragedaten zu politischen Präferenzen in afrikanischen Ländern. Die wichtigsten Ergebnisse sind: Erstens verringern extreme Klimaereignisse die pro-demokratischen Präferenzen von Individuen in Afrika. Zweitens deuten die Ergebnisse einer empirischen Strategie unter Nutzung von eine Instrumentenvariablen darauf hin, dass die Effekte von Klimaschocks auf deren Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit zurückzuführen sind. Insgesamt legt die Analyse einen positiven Effekt der wirtschaftlichen Entwicklung auf demokratische Einstellungen nahe. In einem zweiten Projekt untersuche ich, zusammen mit Elisabeth Binder, einer Doktorandin, unterschiedliche Auswirkungen von extremen Wetterereignissen auf Lebensgrundlagen in ländlichen und städtischen Regionen untersucht. Diese Untersuchung hilft, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Land-Stadt-Migration und Urbanisierung besser zu verstehen. Das Projekt läuft noch. Derzeit deutet unser zentrales Ergebnis darauf hin, dass die Resultate empfindlich auf die genaue Definition von „Wetterschock“ reagieren. Unsere Analyse konzentriert sich aktuell auf die Herausforderungen, die (a) durch die Verfügbarkeit vieler verschiedener Datensätze entstehen, die potenziell zur Messung von Wetterschocks verwendet werden könnten, und (b) durch die Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, einen Wetterschock (basierend auf einem bestimmten Datensatz) zu definieren, die in der Literatur diskutiert werden.

 
 

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