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Neuroprotektion durch Inhibition des postsynaptic density protein 95 (PSD95)

Antragstellerin Dr. Elena Kurz
Fachliche Zuordnung Klinische Neurologie; Neurochirurgie und Neuroradiologie
Förderung Förderung von 2021 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 491524722
 
Erstellungsjahr 2023

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Untersuchungen, welche ich durchgeführt habe, zielten zunächst darauf ab, ein reproduzierbares Schädelhirntrauma-Modell in Ratten zu etablieren und im Anschluss eine mögliche neuroprotektive Wirkung in der frühposttraumatischen Phase des PSD95-Inhibitors Nerinetide zu ermitteln. Anfänglich war mein Einsatz im Bereich der Entwicklung bzw. Testung einer Plasminresistenten Form des bereits in Phase III-Studien befindlichen Nerinetide im Falle eines Schlaganfalls geplant. Aufgrund der Omikron-Variante des SARS-CoV2 Viruses war dies ab Januar logistisch nicht mehr möglich, weshalb ich mit dem bereits geplanten, jedoch noch nicht begonnen Traumatic Brain Injury-Projekt betraut wurde. Es konnte ein reproduzierbares und verlässliches Lateral Fluid-Percussion-Modell bei Sprague-Dawley-Ratten etabliert werden. Die motorischen Testungen sowie der neurologische Score zeigten sich repräsentativ zur Auswertung der Schwere des Schädelhirntraumas und der Regeneration in den ersten 3 postoperativen Tagen. Ein signifikanter Unterschied im funktionellen frühen Outcome zwischen der mit Nerinetide behandelten Gruppe und der Placebo-Gruppe zeigte sich nicht. Demnach konnte in der frühen posttraumatischen Phase kein funktioneller neuroprotektiver Effekt festgestellt werden. Die Auswertung der histologischen Präparate und weitere immunhistochemische Färbungen stehen zum Zeitpunkt der Verfassung des Dokumentes noch aus. Es sollen Defektvolumina, Zellzahlen und Glioseherde verglichen werden. Außerdem sind immunhistochemische Untersuchungen mit GFAP, NeuN und TUNEL-Färbung zur Darstellung apoptotischer Neurone und Gliazellen im Vergleich geplant. Basierend auf den Ergebnissen und der Etablierung des Modelles sollen weitere Studien erfolgen. Aktuell wurde eine Untersuchung zum Langzeit-Outcome nach 21 Tagen begonnen. Hier werden auch kognitive Entwicklung und Verhaltensveränderungen getestet. Bei erfolgreicher Testung, d.h. vorteilhaftem Outcome nach Nerinetide-Gabe würden noch weitere Verabreichungszeitpunkte und Dosierungen getestet werden, um das optimale Schema für die beste Wirkung zu ermitteln.

 
 

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