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Partizipation und Egalität – Diskurse um soziale Teilhabe und Solidarität sowie Diversität und Gleichberechtigung seit 1990 (TP 1: Partizipation und Egalität, Phase 2: Diversitäts- und Gleichberechtigungsdiskurse)

Fachliche Zuordnung Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 441142207
 
Beantragt wird die Finanzierung einer zweiten Förderphase des ersten Teilprojekts der Forschungsgruppe „Kontroverse Diskurse“. Die Forschungsgruppe analysiert die wichtigsten öffentlich-medialen Diskurse in Deutschland und zu Vergleichszwecken auch in der Deutschschweiz von 1990 bis in die Gegenwart, um 1. die Sprachgeschichtsforschung des Deutschen um diskursgeschichtliche Ergebnisse zu bereichern, 2. durch kollaborative digitale linguistische Diskursanalysen methodische Innovationen zu entwickeln und 3. das öffentliche Verständnis der untersuchten gesellschaftlichen Debatten zu erweitern. Aufgrund der grossen öffentlich-medialen Aufmerksamkeit, die Fragen und Probleme der sozialen Teilhabe und Solidarität einerseits, der Diversität und Gleichberechtigung andererseits in den letzten Jahrzehnten, Jahren und gerade auch Monaten erhalten haben, bilden die entsprechenden Diskurse den Untersuchungsgegenstand des Teilprojekts 1. Während der Schwerpunkt der Analysen in der ersten Förderphase 2022 bis 2026 auf den ersten beiden genannten Diskursen liegt, stehen in der zweiten Phase 2026 bis 2030 diejenigen um Diversität und Gleichberechtigung im Zentrum, zumal bislang keine umfassende Geschichte der Diskurse um Diversität und Gleichberechtigung in Deutschland sowie auch in der Deutschschweiz für die Zeit seit 1990 vorliegt. Zentrale Forschungsfragen, zu deren Beantwortung das Teilprojekt 1 über die beiden Förderphasen hinweg beitragen will, lauten: Wie gestalten sich die gewählten Diskurse in Deutschland und in der Deutschschweiz? Welche verbindenden Elemente zwischen ihnen lassen sich identifizieren, welche Unterschiede entdecken? Wie wandeln sie sich? Welche innovativen Analysemethoden lassen sich dabei einsetzen? Die geplanten Studien der Antragstellenden und die geplante Dissertation einer:s wissenschaftlichen Mitarbeitenden zu diesen Fragen können auf wichtigen Ergebnissen der ersten Förderphase aufbauen, z. B. auf den bereits für beide Förderphasen erstellten Korpora, auf den Resultaten zu den Diskursen um Solidarität und Teilhabe, aber auch zu den Begriffen ,Diversität‘ und ,Gleichberechtigung‘ sowie auf den erarbeiteten Methoden der distributionellen Semantik. Dabei legen die Untersuchungen den Akzent nun auf die sprachliche Bearbeitung wichtiger Ereignisse in den Diskursen um Diversität und Gleichberechtigung, wobei verstärkt mit argumentationsanalytischen Methoden experimentiert wird. Damit sollen in der zweiten Förderphase die Grundhypothesen der Antragstellenden weiter überprüft werden, nach denen a) die Diskurse um soziale Teilhabe und Solidarität sowie Diversität und Gleichberechtigung mehrheitlich Auseinandersetzungen um den Zugang zu wichtigen Ressourcen der individuellen Lebensgestaltung bilden und b) grossen Teilen dieser Diskurse ähnliche Werte und Annahmen unterliegen, die sich allerdings im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert haben und die nicht unumstritten sind.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
Internationaler Bezug Schweiz
 
 

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