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Korrelation zwischen Feinstruktur und nukleären DNA-Mutationen zur Differenzierung hereditärer Neuropathien
Antragsteller
Professor Dr. J. Michael Schröder (†)
Fachliche Zuordnung
Pathologie
Förderung
Förderung von 1998 bis 2004
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5154286
Nach eigenen Untersuchungen an mehr als 6.000 Nervenbiopsien und nach den Erfahrungen anderer bleiben letzten Endes ca. 12-34% der Erkrankungen des peripheren Nervensystems ätiologisch ungeklärt. Durch molekulargenetische Untersuchungstechniken [Southern Blot, Polymerase-Kettenreaktion (PCR), Single Strand Conformational Polymorphism (SSCP)-Anlayse, DNA-Sequenzierung u.a.] ist es in jüngster Zeit möglich geworden, genetisch determinierte Neuropathien (z.B. die hereditären motorisch-sensorischen Neuropathien vom Typ Ia, b; III; L; X; tomakulöse Neuropathie u.a.) von entzündlich (GBS, CIDP) oder metabolisch bedingten (z.B. beim Diabetes mellitus) zu unterscheiden und neue Krankheiten oder Untergruppen aufgrund besonderer Mutationen zu entdecken sowie eine Genotyp-Phänotyp-Korrelation vorzunehmen. Üblicherweise wird die DNA aus weißen Blutzellen lebender Patienten für genetische Analysen verwendet. Inzwischen stehen jedoch Methoden zur Verfügung, die es erlauben, DNA auch aus paraffineingebetteten oder frischen Geweben zu untersuchen und somit bei morphologisch oder klinisch begründetem Verdacht sowohl die in der hiesigen Sammlung vorhandenen Nervenbiopsien retrospektiv als auch prospektiv neu eingehende Präparate auf das Vorliegen genetisch determinierter Krankheiten zu analysieren, diese Krankheiten neu zu klassifizieren und neue Krankheiten (Entitäten) oder Syndrome und Mischformen zu identifizieren.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
