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Modularer Aufbau von beta-Aminosäuren über Donor-Akzeptor-Cyclopropane

Antragsteller Dr. Sebastian Govaerts
Fachliche Zuordnung Organische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Förderung Förderung von 2023 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 529272988
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Eine neue Strategie zur Herstellung von β-Aminosäure-Derivaten aus Olefinen und Aminen wurde entwickelt. β-Aminocarbonyle sind interessante chemische Motive, die in einer Vielzahl von bioaktiven Molekülen und Arzneimitteln vorkommen (z.B. dem Antiarrhythmikum Moracizin). Die häufigsten Zugangswege zu diesen Verbindungen sind die Aza-Michael- und Mannich-Additionsreaktionen. Die Aza-Michael-Addition ist nur bei den einfachsten Acrylaten ergiebig, verläuft jedoch sonst nur langsam und mit geringen Ausbeuten. Die Mukaiyama-Modifikation der Mannich-Addition bietet einen allgemeineren Ansatz, erfordert jedoch starke Basen für die Deprotonierung der Carbonyl-Derivate (z.B. LDA), was die Anwesenheit selbst schwach saurer funktioneller Gruppen ausschließt. Intramolekulare Mannich-Additionen können nicht zur Synthese zyklischer β-Aminocarbonyl-Derivate verwendet werden und sind zyklische Michael-Akzeptoren nicht weit verbreitet und teuer im Vergleich zu Cycloalkenen. Ich entwickelte eine durch sichtbares Licht vermittelte Atomtransfer-Radikaladdition und Ringschluss zur Herstellung 1,1-Dicyan-Cyclopropane aus Olefinen und untersuchte deren nukleophile Ringöffnung mit Aminen. Die resultierenden Aminomalononitrile wurden aerobisch in die entsprechenden Carbonyl-Derivate überführt.

 
 

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