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Die Bedeutung von Chemotaxinen für die Wanderung und Reifung dendritischer Zellen in einem neuen SCID Mausmodell
Antragsteller
Professor Dr. Jörg Zwirner
Fachliche Zuordnung
Immunologie
Förderung
Förderung von 2001 bis 2007
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5317574
Dendritische Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Induktion spezifischer Immunantworten, da sie sehr effizient Antigen aufnehmen und prozessieren sowie Lymphozyten stimulieren können. Um diese Funktionen ausfüllen zu können, müssen dendritische Zellen im Körper wandern. Anaphylatoxine und Chemokine sind chemotaktisch aktive Proteine, die eine zentrale Bedeutung für die Anlockung dendritischer Zellen haben. Ziel unserer Arbeit ist die Beantwortung der Fragen, 1. ob das Anaphylatoxin C5a bzw. Chemokine neben ihren chemotaktischen Wirkungen auch einen Einfluß auf die Differenzierung dendritischer Zellen in vivo haben und 2. ob durch den gezielten Einsatz von Chemotaxinen zur Anlockung und Reifung dendritischer Zellen in vivo eine tumorspezifische Immunantwort induziert werden kann. Wir konnten in unseren Vorexperimenten nachweisen, daß humane Monozyten sowie aus diesen generierte unreife dendritische Zellen durch das Anaphylatoxin C5a und das Chemokin MIP-1a in den Peritonealraum von SCID Mäusen angelockt werden können. Jedoch maturierten nur die durch C5a angelockten Zellen zu phänotypisch reifen dendritischen Zellen. Ferner konnten wir zeigen, daß der Einsatz von IL-4 bei ihrer Generierung in vitro eine Wanderungsdefizienz dendritischer Zellen in vivo bewirkt. Unsere Untersuchungen sollen dazu beitragen, den therapeutischen Einsatz dendritischer Zellen bei der Tumorvakzinierung im Patienten zu optimieren.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Beteiligte Person
Dr. Afsaneh Soruri
