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Arbeitsrecht als Standortfaktor - ein optionstheoretischer Beitrag zur Theorie der internationalen Unternehmung
Antragstellerin
Professorin Dr. Kerstin Pull
Fachliche Zuordnung
Accounting und Finance
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5327696
Der "überregulierte" deutsche Arbeitsmarkt gilt als eine der Hauptursachen für die diagnostizierte Standortschwäche: Starre arbeitsrechtliche Regelungen behindern die unternehmerische Flexibilität und schrecken ausländische Investoren ab. Der Erfolg Großbritanniens bei der Anziehung ausländischer Direktinvestitionen hingegen gilt als Beleg für die Überlegenheit eines weitgehend deregulierten Arbeitsmarktes. Obwohl in Befragungen häufig als Standortfaktor genannt, gibt es allerdings kaum empirische Evidenz zum Einfluss arbeitsrechtlicher Regelungen auf Standortentscheidungen. Auch theoretisch und insbesondere betriebswirtschaftlich ist die Frage bislang unterbelichtet: Welche arbeitsrechtlichen Regeln sind von Relevanz? Wie beeinflussen sie das unternehmerische Direktinvestitionskalkül? Im vorliegenden Habilitationsprojekt wird ein optionstheoretischer Ansatz gewählt, um den Einfluss des Arbeitsrechts auf Standortentscheidungen zu analysieren. Die Implikationen des Ansatzes werden im Rahmen eines deutsch-britischen Vergleiches abgeleitet und über eine Befragung US-amerikanischer Investoren in Deutschland und Großbritannien empirisch überprüft.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen