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EXC 3099:  GreenRobust: Robustheit pflanzlicher Systeme von Molekülen bis zu Ökosystemen

Fachliche Zuordnung Pflanzenwissenschaften
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 533762994
 
Pflanzen sind die Grundlage des terrestrischen Lebens. Um ihr Überleben zu sichern, haben sie wirksame und vielseitige Strategien entwickelt, um Veränderungen in ihrer Umwelt zu meistern, besonders durch Gewährleistung von Robustheit, d. h. die Aufrechterhaltung von Funktionen trotz Störungen. Angesichts des zunehmenden anthropogenen Drucks auf unseren Planeten ist das Verständnis der Mechanismen und Grenzen pflanzlicher Robustheit von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung wirksamer und wissensbasierter Strategien zur Erhaltung pflanzlicher Ökosysteme und zur Sicherung der landwirtschaftlichen Produktivität. Der Exzellenzcluster GreenRobust bündelt die wissenschaftliche Expertise der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Hohenheim in einem ehrgeizigen Forschungsprogramm mit dem Ziel, Prinzipien der Robustheit pflanzlichen Lebens aufzuklären. Dieses Programm ist entlang dreier Forschungsachsen strukturiert: (A) klimatische und biotische Störungen, (B) Ebenen der biologischen Organization, von Molekülen bis zu Populationen, und (C) Diversität innerhalb einer ausgewählten Gruppe von Arten aus drei Pflanzenfamilien mit ökologischer und landwirtschaftlicher Bedeutung sowie einer Vergleichsgruppe sessiler, nicht-pflanzlicher Vielzeller. Gemeinsame Forschungsprojekte, die diese drei Achsen verbinden, werden von zwei zentralen Strukturen unterstützt, dem Plant Perturbation Atlas (PPA) und dem Central Data Hub (CDH). Der PPA stellt einen umfassenden Datensatz zu den mehrstufigen Reaktionen von Pflanzen auf Störungen und zu ihrer Robustheit dar, während der CDH die Qualität und Integrierbarkeit der im Cluster erzeugten Daten sicherstellt. Die Analyse dieser Daten unter Nutzung von kausaler Inferenz, Netzwerktheorie und künstlicher Intelligenz wird es GreenRobust ermöglichen, quantitative Modelle zu entwickeln und zu testen, die Mechanismen pflanzlicher Robustheit beschreiben. Darauf aufbauend wird GreenRobust gewonnene Erkenntnisse durch anwendungsorientierte Emerging Translational Projects (ETPs) in Zusammenarbeit mit nichtakademischen Partnern und dem GreenRobust College, das die Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt, weitergeben. NachwuchswissenschaftlerInnen werden durch das Karriereprogramm RobustTracks unterstützt und drei neue Professuren und drei Juniorprofessuren werden bestehende akademische Strukturen in Forschung und Lehre vorantreiben. GreenRobust bildet damit ein Zentrum von wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Relevanz, das i) die einzigartige wissenschaftliche Expertise im Raum Tübingen-Heidelberg-Hohenheim nutzt; ii) ein umfassendes Verständnis der Robustheit von Pflanzen entlang dreier Forschungsachsen vermittelt; iii) Strategien für das nachhaltige Management von Pflanzen in natürlichen und landwirtschaftlichen Ökosystemen liefert; iv) die akademische Infrastruktur und die Öffentlichkeitsarbeit fördert; und v) die nächste Generation systemorientierter PflanzenwissenschaftlerInnen ausbildet.
DFG-Verfahren Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution Eberhard Karls Universität Tübingen
Beteiligte Institution Max-Planck-Institut für Biologie
 
 

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