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EXC 3118: ImmunoPreCept: Erforschung der Schnittstelle zwischen Gesundheit und Krankheit für zell-basierte molekulare Prävention und interzeptive Medizin
Fachliche Zuordnung
Medizin
Grundlagen der Biologie und Medizin
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Sozialwissenschaften
Grundlagen der Biologie und Medizin
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Sozialwissenschaften
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 533770413
Der derzeitige medizinische Ansatz beginnt oft zu spät mit der Behandlung von Erkrankungen und konzentriert sich hauptsächlich auf die Linderung von Symptomen und die Beeinflussung der molekularen Signalwege, die Krankheiten fördern. Diese Strategie ist immer weniger wirksam, vor allem angesichts der zunehmenden Zahl chronischer Krankheiten wie immunvermittelter Entzündungskrankheiten (IMIDs) und Krebs, die in alternden Bevölkerungsgruppen häufig auftreten. Um die Patientenversorgung zu verbessern und die Gesundheitskosten zu senken, ist eine grundlegende Änderung dieses Ansatzes erforderlich. Eine Fehlfunktion des Immunsystems ist ein Schlüsselfaktor für die Entstehung von IMIDs und Krebserkrankungen. Neue Studien unterstreichen die wichtige Rolle des Immunsystems bei der Aufrechterhaltung der körpereigenen Abwehrkräfte und damit des Gleichgewichts im Gewebe. Die ImmunoPreCept-Initiative geht davon aus, dass Krankheiten aus Vorstufen von Krankheiten entstehen, bei denen die normalen Funktionen des Immunsystems zu versagen beginnen. Dieser Gedanke unterstreicht, dass Gesundheit nicht nur ein passiver Standardzustand ist, sondern aktiv durch das Immunsystem aufrechterhalten wird, dass sich an Umweltveränderungen anpasst. ImmunoPreCept ist zeitgemäß und jetzt möglich, weil es die in Berlin vorhandenen Forschungsnetzwerke nutzt und dadurch neuartige interdisziplinäre Synergien ermöglicht. Im Rahmen der Initiative wird untersucht, (i) wie das Immunsystem den Geweben hilft, sich an Veränderungen anzupassen (Forschungsbereich A), (ii) wie Störungen in diesen Prozessen zu Krankheiten führen können (Forschungsbereich B) und (iii) was während der medizinischen „Remission“ geschieht, bei der der Körper entweder das Gleichgewicht wiederherstellt oder eine Erinnerung an die Krankheit beibehält (Forschungsbereich C). Darüber hinaus zielt ImmunoPreCept darauf ab, diese Erkenntnisse zur Prävention und Früherkennung von Krankheiten zu nutzen. Da die Ergebnisse und damit das Umdenken, wie wir mit Gesundheit umgehen, ein zentrales Thema für die Gesellschaft ist, werden wir das Berliner Forum für Wissenschaft mit der Gesellschaft gründen. Ziel ist es, gemeinsam mit verschiedenen Akteuren nach Wegen zu suchen, wie wir unsere Ergebnisse mit ihnen weiterentwickeln können.
DFG-Verfahren
Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Mitantragstellende Institution
Freie Universität Berlin; Humboldt-Universität zu Berlin
Beteiligte Institution
Berlin Institute of Health (BIH); Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ); Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC); Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG); Museum für Naturkunde
Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung (MfN)
Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung (MfN)
Sprecherinnen / Sprecher
Professor Dr. Andreas Diefenbach; Professor Dr. Nikolaus Rajewsky; Professorin Dr. Britta Siegmund
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Dieter Beule; Professor Dr. Nils Blüthgen; Professorin Dr. Angelika Eggert; Professorin Dr. Sofia K. Forslund-Startceva; Professor Dr. Simon Haas; Professor Ahmed Nabil Hegazy, Ph.D.; Professor Dr. Florian Heyd; Professor Dr. Christoph Siegfried Niki Klose; Professor Dr. Gerhard Krönke; Professor Dr. Eicke Latz; Dr. Leif Ludwig; Professor Dr. Marcus Mall; Professor Dr. Alexander Meissner; Professorin Ana Pombo, Ph.D.; Professor Dr. Markus Ralser; Professorin Dr. Chiara Romagnani, Ph.D.; Professorin Dr. Ashley Sanders, Ph.D.; Professor Dr. Michael Sigal; Professor Frank Tacke, Ph.D.; Professorin Dr. Antigoni Triantafyllopoulou; Michela di Virgilio, Ph.D.; Professor Dr. Johannes Vogel
