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TephroBridge: Erstellung einer TEPHROstratigraphie für die ostanatolische Vulkanprovenienz zur Überbrückung von Chronlogieunsicherheiten im östlichen Mittelmeerraum

Fachliche Zuordnung Geologie
Förderung Förderung seit 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 537530728
 
Der östliche Mittelmeerraum zeichnet sich durch seine Lage am Schnittpunkt wichtiger atmosphärischer Systeme aus und reagiert daher sehr empfindlich auf abrupte Klimaveränderungen. Der ICDP-Kern (AR, 5034-2) aus dem Ahlat Ridge des Van-Sees ist die längste kontinuierliche paläoökologische Aufzeichnung in dieser Region und liefert wertvolle Erkenntnisse über klimatische Einflussfaktoren und die Reaktionen der Umwelt. Chronologische Unsicherheiten erschweren jedoch ein vollständiges Verständnis der potenziellen regionalen klimatischen (A)Synchronizitäten. Sichtbare Tephra-Schichten aus Vulkanasche und nicht sichtbare Kryptotephra sind gute und robuste chronologische Marker. Durch die geochemische Charakterisierung vulkanischer Quellen und Eruptionen liefern Tephra-Korrelationen synchrone Zeitmarker (Isochronen), die Aufzeichnungen über Regionen hinweg präzise miteinander verknüpfen lassen. Darüber hinaus können die durch die 40Ar/39Ar-Datierung präzise und direkt ermittelten Alterswerte dieser Eruptionsereignisse auf diese Isochronen übertragen werden. Die Vulkane Nemrut und Süphan in der Ostanatolischen Vulkanischen Provinz (EAVP) dominieren die Tephra-Schichten, die in zahlreichen paläoklimatischen und archäologischen Archiven des östlichen Mittelmeerraums und Südwestasiens zu finden sind. Das Ziel von TephroBridge ist die Erstellung einer umfassenden Tephrostratigraphie der EAVP. Im Rahmen von TephroBridge-I wurden geochemische Analysen von Tephra-Schichten (V-Schichten) aus dem Ahlat Ridge-Kern (AR, 5034-2) des Van-Sees durchgeführt und Haupt- und Spurenelemente unter Verwendung von EPMA und LA-ICP-MS ermittelt. TephroBridge-II wird dies durch geochemische Analysen direkt datierter (40Ar/39Ar) Tephra-Aufschlüsse rund um den Van-See und deren Korrelation mit den AR-V-Schichten vervollständigen. Dadurch wird eine sichere Verknüpfung zwischen dem Alter der Aufschlüsse und dem AR-Kern ermöglicht und somit der chronologische Rahmen des Kerns verbessert.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Großbritannien, Israel, Türkei
Mitverantwortlich(e) Dr. Ina Neugebauer
 
 

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