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Untersuchung der Rolle von Prostaglandin EP2 und EP4 Rezeptoren bei Glomerulonephritiden
Antragsteller
Privatdozent Dr. André Schneider
Fachliche Zuordnung
Nephrologie
Förderung
Förderung von 2002 bis 2007
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5399066
Prostaglandine spielen eine wichtige Rolle in der Regulation von Entzündungsprozessen. Sie vermitteln ihre Wirkungen über spezielle Rezeptoren deren Funktionen noch weitgehend unbekannt sind. Mit dem vorliegenden Projekt soll die Bedeutung von Prostaglandinen und deren Rezeptoren bei Glomerulonephritiden weiter aufgeklärt werden. Im Glomerulus und auf verschiedenen Zelltypen des Immunsystems sind zwei Rezeptoren charakterisiert worden, die durch Prostaglandine der E-Serie aktiviert werden und bei Entzündungsreaktionen von Bedeutung sind. Es handelt sich um die G-Protein gekoppelten Oberflächen-Rezeptoren EP2 und EP4. Da in tierexperimentellen Glomerulonephritiden eine Behadnlung mit Prostaglandin E entzündungshemmende Wirkungen zeigte, wird hypothetisiert, dass das Fehlen einer oder beider Rezeptoren zu einer verstärkten Schädigung bei Glomerulonephritis führt. In Mäusen, denen durch gezielte Genmodifikationen der EP2- (standard knock-out Maus) und der EP4-Rezeptor (konditionelle knock-out Maus durch "Cre-lox" System) fehlen, soll deshalb der Verlauf von experimentellen Glomerulonephritis-Modellen untersuchtt werden. Die Frühphase und der Verlauf der Entzündung sollen durch RNS- und Proteinbestimmungen von Entzündungsmediatoren (besonders Chemokinen und Zytokinen) und histologische Untersuchungen der Zellpopulationen und der extrazellulären Matrix beurteilt werden. Die Nierenfunktion soll anhand von Harnstoff im Blut und Proteinurie bestimmt werden.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
