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Entwicklung eines individuellen Zielwahlmodells der Verkehrsnachfrage unter Berücksichtigung subjektiver Raumkenntnisse

Fachliche Zuordnung Verkehrs- und Transportsysteme, Intelligenter und automatisierter Verkehr
Förderung Förderung von 2004 bis 2006
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5421609
 
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Modells zur Beschreibung und Vorhersage der Wahl von Aktivitätenstandorten ("Zielwahl") auf individueller Ebene im Rahmen der Realisierung individueller alltäglicher Aktivitätenprogramme. Damit soll ein Beitrag geleistet werden zur Beseitigung des derzeit bestehenden Defizits aktivitätenbasierter Ansätze der Verkehrsnachfragesimulation bei der Bestimmung von Orten zur Aktivitätenausübung. Von dem Modell wird eine realitätsnahe Nachbildung des Entscheidungsprozesses bei der Zielwahl und damit - mikroskopisch betrachtet - eine hohe Ergebnisvalidität erwartet. Von maßgeblicher Bedeutung bei der individuellen Auswahl eines Aktivitätenstandortes ist die Kenntnis der Alternativen. Einen weiteren wesentlichen Einfluss auf die Zielwahl üben spezifische Standortmerkmale sowie persönliche Präferenzen bezüglich dieser Merkmale (z.B. Preis-Leistungs-Verhältnis, gesellschaftliche Akzeptanz, Image, Erreichbarkeit, ...) aus. Zur Abbildung dieses zeitlich variablen und räumlich unterschiedlich detaillierten Wissensstandes über die im Raum vorhandenen Gelegenheiten und deren Merkmale sowie der "Empfindung" von Entfernungen soll das aus der Wahrnehmungspsychologie bekannte Konstrukt kognitiver Karten herangezogen werden. Im Rahmen dieses Vorhabens soll ein Konzept zur Darstellung subjektiver Raumkenntnisse in kognitiven Karten erarbeitet werden, auf dessen Grundlage die Modellierung der Zielwahl erfolgen kann. Die Wahl eines Aktivitätenstandortes aus dem individuell verfügbaren Alternativenset wird über ein "individualisiertes" Nutzenmaximierungsmodell realisiert.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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