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Die frühbronzezeitliche Besiedlung der Makroregion um Nebra (A5).
Antragsteller
Professor Dr. Francois Bertemes
Fachliche Zuordnung
Ur- und Frühgeschichte (weltweit)
Förderung
Förderung von 2004 bis 2012
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5471121
Dieses Projekt widmet sich der Makroregion um Nebra mit ihren besonders reichen Hortfunden, ersten »Fürsten«gräbern sowie insgesamt ihrem Fundreichtum und ihrer dichten Fundkonzentration. Erkenntnisse aus diesem Raum haben Bedeutung für das gesamte Verbreitungsgebiet des Aunjetitzer Verbandes und darüber hinaus. Forschungsziel ist die umfassende landschaftsarchäologische Rekonstruktion des frühbronzezeitlichen Lebensraumes. Dieser wird als komplexes System verstanden und umfassend untersucht. Als Basis dient ein zu erstellendes Geographic Information System (GIS), das neben allen archäologischen Informationen auch ökologische, wirtschaftliche und verkehrstechnische Gesichtspunkte und das Rohstoffangebot berücksichtigt. Ferner soll das Siedlungsnetzwerk ebenfalls unter gesellschaftlichen und im weitesten Sinne kultisch-religiösen Aspekten begutachtet werden. Landschaftsarchäologie wird somit als Archäologie einer Kulturlandschaft aufgefaßt, die es im vorliegenden Fall erlaubt, die komplexe Bedeutung des Hortfundes von Nebra, aber auch des Mittelberges selbst im Rahmen der frühbronzezeitlichen Landschaft Mitteldeutschlands zu verstehen.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen
Teilprojekt zu
FOR 550:
Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von Nebra, Sachsen-Anhalt, und ihre Bedeutung für die Bronzezeit Europas.
Beteiligte Person
Professorin Dr. Cornelia Gläßer