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FOR 533:  Biology of the Sauropod Dinosaurs: The Evolution of Gigantism

Fachliche Zuordnung Geowissenschaften
Biologie
Förderung Förderung von 2004 bis 2015
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5470770
 
Die Forschergruppe geht in einem hochgradig interdisziplinären Ansatz der Frage nach, wie diese größten landlebenden Tiere aller Zeiten, die Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden - oft mit mehr als 50 Tonnen Gewicht - als lebende Organismen funktioniert haben und was ihnen ihre extreme evolutive Größenzunahme ermöglichte. Insgesamt zwölf Arbeitsgruppen aus fünf Fachrichtungen (Paläontologie, Zoologie, Tierernährung, Geochemie, Materialwissenschaft) untersuchen verschiedene Aspekte des Wachstums, der Physiologie und der Biomechanik der Sauropoden.
Die Forschergruppe verfolgt zwei Ziele, wobei das eine auf dem anderen aufbaut: diese riesigen Tiere als lebende Organismen zu verstehen und die Frage zu beantworten, wie sie ihre ungeheure Körpergröße erreichen konnten. Die Biologie der Sauropoden wird in drei Fragenkomplexen untersucht: Wachstum und Fortpflanzung, Physiologie und Ernährung sowie Biomechanik. Als Datengrundlage dienen dabei neben den Knochen selbst auch die Knochenmikrostruktur, fossile Eier, die Chemie des Knochens und sehr oft der Vergleich mit lebenden Tieren. Beispielsweise werden am Institut für Tierernährung der Uni Bonn Untersuchungen zur Verdaulichkeit der mutmaßlichen Nahrungspflanzen der Dinosaurier durchgeführt, von denen viele heute noch wachsen.
Das Verständnis des Energieumsatzes der Sauropoden wird eine zentrale Rolle bei der Gigantismusfrage spielen. Die Frage ist weniger, was die evolutive Zunahme der Körpergröße antreibt (sie ist bekanntlich ein allgemeines Phänomen), sondern was sie begrenzt - bei Elefanten und sonstigen Großsäugern auf etwa zehn Tonnen, bei Sauropoden dagegen auf 100 Tonnen. Vermutlich haben Apatosaurus und Artverwandte bei einer oder mehreren Lebensfunktionen grundlegend effizienter funktioniert als andere Landtiere.
Die Forschergruppe ist ortsverteilt mit ihrem Sprecher, PD Dr. Martin Sander, und ihrer Administration am Institut für Paläontologie der Universität Bonn. Drei weitere Arbeitsgruppen forschen ebenfalls in Bonn, während die anderen Gruppen an verschiedenen anderen deutschspachigen Universitäten angesiedelt sind.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
Internationaler Bezug Großbritannien, Schweiz

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