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GRK 3144: Multiskalen-Analytik und biomedizinische Bildgebung an Grenzflächen für die Skelettfunktion
Fachliche Zuordnung
Medizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 547468385
Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg „Multiskalen-Analytik und biomedizinische Bildgebung an Grenzflächen für die Skelettfunktion“ geht über traditionelle Messungen der Knochenmasse und Dichte hinaus, um die Komplexität der muskuloskelettalen Integrität zu erforschen. Es zielt darauf ab, die funktionellen Prozesse zwischen Knochen, Muskeln, Sehnen, Fett und Gefäßen sowie deren Schnittstellen besser zu verstehen. Das Programm untersucht Faktoren wie Muskelgesundheit, Gefäßcharakteristiken und die Auswirkungen von Fettansammlungen auf das Frakturrisiko unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen, biomechanischer Belastung und individueller Bewegungsprofile. Es verbindet biomedizinische und technologische Perspektiven und fördert Innovationen in Diagnostik und präventiver Gesundheitsversorgung. Absolventinnen und Absolventen werden in modernsten Techniken der Bildgebung, Erkrankungsmodellierung und künstlicher Intelligenz geschult, mit einem Fokus auf muskuloskelettale Grenzflächen. Das Qualifizierungsprogramm bildet eine neue Generation von interdisziplinären Forschenden (MINT) im muskuloskelettalen Sektor aus. Das translationale Forschungsprogramm, das sich über drei Kohorten und neun Jahre erstreckt, sieht auch die Entwicklung von Kompetenzen im interdisziplinären Projektmanagement und in der Forschungsethik vor. Networking wird durch Workshops, Exkursionen in die Industrie und Teilnahmen an internationalen Konferenzen gefördert. Eine Mercator-Fellow-Stelle sowie die Einbindung von Ärztinnen und Ärzten unterstützen die internationale Zusammenarbeit und Entwicklung individueller Forschungsprofile. Das Programm bereitet Studierende auf Karrieren in Forschung, Lehre und Industrie vor. Das beantragte Graduiertenkolleg ist in Hamburg angesiedelt und stützt sich auf das etablierte Interdisciplinary Competence Center for Interface Research (ICCIR) sowie fünf Laborstandorte in Hamburg-Eppendorf, Hamburg-Harburg und in der Science City Bahrenfeld. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet eine interdisziplinäre und translationale Forschungsumgebung, moderne Laborausstattungen und Bildgebungsverfahren. Die Technische Universität Hamburg (TUHH) ist auf die Ingenieurwissenschaften und Medizintechnik spezialisiert, mit einem Fokus auf künstliche Intelligenz, Datenanalyse und computergestützte Modellierung. Hereon, Teil der Helmholtz-Gemeinschaft, betreibt spezialisierte Synchrotronforschung an Knochengrenzflächen. Die hervorragende Forschungsinfrastruktur in Hamburg schafft ein exzellentes Umfeld für die muskuloskelettale Forschung. Das GRK fördert Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit und bietet spezielle Unterstützungen und Initiativen für Wissenschaftler*innen. Es stärkt die Innovation in Gesundheitswesen und Technologie und bereitet Absolventinnen und Absolventen auf akademische und unternehmerische Forschungsaufgaben vor, was sowohl der lokalen als auch der internationalen Forschungsgemeinschaft zugutekommt.
DFG-Verfahren
Graduiertenkollegs
Antragstellende Institution
Universität Hamburg
Mitantragstellende Institution
Technische Universität Hamburg
Beteiligte Institution
Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
Sprecher
Professor Dr. Björn Busse
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Michael Amling; Dr. Felix von Brackel; Professorin Dr. Sara Checa Esteban; Professor Dr.-Ing. Christian Johannes Cyron; Professor Dr.-Ing. Alexander Düster; Imke Fiedler, Ph.D.; Professorin Dr. Maike Frye; Dr. Imke Greving; Privatdozentin Katharina Jähn-Rickert, Ph.D.; Professor Dr. Johannes Keller; Professor Dr.-Ing. Tobias Knopp; Privatdozentin Dr. Isabel Molwitz; Professor Dr. Benjamin Ondruschka; Professor Dr.-Ing. Alexander Schlaefer; Professorin Dr. Berit Zeller-Plumhoff
