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INFORMieren des Umweltmanagements von Riffen mit geochemischen Korallenaufzeichnungen

Antragsteller Dr. Edmund Hathorne
Fachliche Zuordnung Geologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 569254805
 
Korallenriffe sind durch den globalen Wandel und lokale menschliche Aktivitäten bedroht. Eine große Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte ist es Lösungen für diese Probleme zu finden, um die Ökosysteme der Korallenriffe zu schützen aber auch wiederherzustellen, ist eine große Herausforderung für das nächste Jahrzehnt, insbesondere für Gesellschaften, welche direkt Korallenriffen abhängig sind. Massive Korallenskelette zeichnen die Umweltbedingungen, unter denen sie wuchsen, mit einer sub-saisonalen Auflösung für mehrere Jahrhunderte auf. So könnte die Spurenmetallchemie des Meerwassers von Korallen genutzt werden, um Zeiträume mit erhöhtem Sediment- und Verschmutzungseintrag durch Landwirtschaft, Bergbau und Entwaldung zu identifizieren. Bevor hier aber die die Korallengeochemie eingesetzt wird, um die Auswirkungen des Menschen auf die Korallenriffe zu dokumentieren, verfolgt INFORM einen neuen Ansatz, indem es zunächst die lokalen Interessenvertreter befragt: Welche Informationen aus der Korallengeochemie wären am nützlichsten, um Entscheidungen zum Schutz ihrer Riffe zu treffen? Diese Mitgestaltung würde die an einem Ort durchzuführenden Probenahmen und Experimente bestimmen, während die Mitgestaltung lokale Forscher und Interessengruppen in einen iterativen Forschungsprozess einbezieht. Auf diese Weise wird nicht nur Spitzenforschung zur Geochemie von Korallenriffen betrieben, sondern es werden auch Informationen zur Verfügung gestellt, die am ehesten genutzt werden können, um Änderungen zum Schutz der Riffökosysteme an den jeweiligen Standorten zu bewirken. Zu den möglichen geochemischen Indikatoren gehören Barium (Ba) und Seltene Erden für die Sedimentbelastung, Kohlenstoffisotope für die Trübung und verschiedene Schwermetalle wie Kupfer (Cu) und Blei (Pb) für die Verschmutzung. Potenzielle Standorte reichen vom hochentwickelten Tourismus in Mexiko und dem industriellen Umfeld in Brasilien bis hin zu den sich entwickelnden Inseln der Kapverden. Durch die gemeinsame Planung und Durchführung von Forschungsarbeiten mit den Menschen und Organisationen vor Ort, die das Riff nutzen oder beeinflussen, können alle Beteiligten voneinander lernen und wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, die sie ihrerseits für Maßnahmen zum Schutz der Riffe nutzen können. Dieser transdisziplinäre Aspekt der Forschung würde als Leuchtturmprojekt dienen, welches zeigt wie Korallengeochemie-Forschung auf integrative Weise durchgeführt werden kann. Darüber hinaus würde das gewonnene praktische Wissen und die Erfahrungen innerhalb und außerhalb des Netzwerks weitergegeben werden. Somit würde dieses Projekt nicht nur wichtige Informationen für den Schutz der Korallenriffe liefern, sondern auch ein Vermächtnis der integrativen Forschung an den Korallenriffen hinterlassen.
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Brasilien, Großbritannien, Kap Verde, Mexiko
Mitverantwortlich(e) Dr. Marlene Wall
 
 

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