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SPP 2299:  Tropische Klimavariabilität und Korallenriffe. Von der Vergangenheit in die Zukunft - Ein Blick auf aktuelle Änderungsraten in ultrahoher Auflösung

Fachliche Zuordnung Geowissenschaften
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 441832482
 
Die zweite Phase des SPP 2299 wird im Januar 2026 beginnen. Wie in Phase 1 werden die Forschungsprojekte des SPP 2299 um drei große Forschungsthemen herum organisiert sein: Thema A: Großräumige Rekonstruktionen von Ozean, Klima und Umwelt Thema B: Reaktion von Korallen und Riffen auf aktuelle Umweltbelastungen Thema C: Klima-, Riff- und Proxy-Modellierung - Fortgeschrittene Klima- und Proxy-Statistik mit dem Ziel, die wissenschaftliche Frage zu beantworten: Können wir die Wechselwirkung zwischen dem globalen Klimawandel und der tropischen Klimavariabilität und deren Auswirkungen auf das Ökosystem Korallenriff sowie tropische Gesellschaften in einer sich erwärmenden Welt verstehen? Der SPP 2299 wird seine Arbeit vor dem Hintergrund der Erwärmung und der Korallenbleiche im Jahr 2023/2024 fortsetzen, die sich in den Tropen in Form von Hitzewellen, Dürren, Stürmen und Überschwemmungen auswirkte, die Millionen von Menschen aus ihren Häusern vertrieb. Die längerfristigen Auswirkungen der Korallenbleiche von 2023/24 sind noch unklar. Besonders besorgniserregend ist der derzeitige Mangel an Beobachtungen, vor allem in Ländern mit begrenzten Ressourcen. Dies wird sich durch Haushaltskürzungen bei den US-Regierungsbehörden, die wichtige Ressourcen für die Überwachung der Korallenriffe bereitstellen, noch verschärfen. Feldkampagnen, die in der zweiten Phase des SPP 2299 durchgeführt werden, werden daher wichtige Beobachtungsdaten liefern. Neue Korallenkerne können SST-Werte auf Riffniveau und/oder Stressreaktionen der Korallen in 2023/24 zeigen, die mit der vorherigen Temperaturaufzeichnung von 2015/16 verglichen werden können. Es ist wichtig, Bohrkerne von massiven Korallen für die rückwirkende Überwachung von Stressereignissen zu nutzen. Zeitreihen von Umweltparametern, die aus Korallen-Proxydaten abgeleitet werden, könnten ein wichtiges Instrument für die Bewertung potenzieller Korallenrefugien in einem sich erwärmenden Ozean werden. Historische Temperaturdaten wurden als Hauptziel für die Verbesserung von Modellen zur Korallenbleiche identifiziert: Die thermische Geschichte ist wichtig, um die Akklimatisierung der Korallen und mögliche Veränderungen der Lebensgemeinschaften zu verstehen. An vielen Standorten können diese Daten nur aus Korallenproxies abgeleitet werden. Diese Forschungsbemühungen profitieren in hohem Maße von den im Rahmen des SPP 2299 durchgeführten Tank- und Feldexperimenten zur Korallenbleiche, die ein funktionelles Verständnis der Bleiche und der artspezifischen Schwellenwerte vermitteln. Darüber hinaus trägt die statistische Analyse von Korallen-Temperaturproxys zu einem besseren Verständnis des biologischen Rauschens in den Proxydaten bei, was die starken Synergien zwischen allen wichtigen Forschungsthemen des SPP 2299 verdeutlicht. Ein wichtiger Bereich umfasst auch ein besseres Verständnis regionaler Klimaanomalien als Reaktion auf globale klimatische Veränderungen und die Funktionsweise vergangener warmer Klimaperioden.
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Australien, Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Kanada, Kap Verde, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Taiwan, Thailand, USA

Projekte

Beteiligte Person Dr. Thomas Felis
 
 

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