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Der Einflus des äusseren Antriebs auf die tropische Klimavariabilität in Simulationen des Paläoklimas und Paläo-Storylines während verschiedener Zeiträume des späten Quartärs (ExtTroPact)
Antragsteller
Dr. Sebastian Wagner
Fachliche Zuordnung
Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 569210069
Der Fokus des Projekts ExtTroPact liegt auf dem Einfluss spezifischer externer Klimaantriebe (v.a. orbital und vulkanisch) auf die tropische Klimavaraibilität in paläoklimatischen Simulationen, welche im Rahmen der vierten Phase des Paleoclimte Model Intercomparison Projekts (PMIP4) durchgeführt wurden und zukünftigen Simulationen im Kontext des Paläo-Storyline Ansatzes für das späte Quartär. Dies wird z.B. dadurch erreicht den räumlichen Fingerabdruck der verschiedenen Antriebsfaktoren für unterschiedliche klimatische Hintergrundbedingungen des späten Quartärs über den tropischen Regionen im ersten Teil des Projekts zu untersuchen. Ein wichtiger Punkt wird dabei eine konsistente Analyse sein, inwieweit verschiedene klimatische Hintergrundbedingungen die drei tropischen Ozeane und deren natürliche Variabilitätsmuster im Rahmen von El-Nino, dem Indischen Ozeandipol und der tropischen atlantischen Variabilität beeinflussen. Der zweite Teil des Projekts befasst sich mit neuen sog. Paleo-storyline Simulationen, welche der Frage von ozeanischen Extremereignissen nachgehen, die von großer Bedeutung für das heutige und zukünftige Klima sind. In diesem Zusammenhang werden Simulationen mit dem ICON-O Ozeanmodell mit einer erhöhten küstennahen Auflösung auf einem irregulären Gitter über der Andamansee durchgeführt. Das Extremereignis der Korallenbleiche aus dem Jahr 2014 wird hierbei simuliert. In einem weiteren Schritt wird die Analog Methode Anwendung finden, um in entsprechenden Paläo-Simulationen ähnliche atmosphärische Bedingungen zu finden. Dies wird darüber Ausschluss geben, ob und wie die atmosphärischen Bedingungen unter verschiedenen Zuständen des späten Quartärs ozeanische Hitzewellen über der Andaman See produzieren. Zusätzliche storyline Simulationen werden für vulkanische Ereignisse und spezifische El-Nino Ereignisse des letzten Jahrtausends durchgeführt. Diese Ergebnisse werden mit weiteren empirischen und modellbasierten Ergebnissen anderer Projekte des SPP verglichen. Der letzte Teil des Projekts ExtTroPact befasst sich mit dem Erstellen von sog. Pseudo Proxy Experimenten (PPEs) innerhalb der PMIP4, storyline und weiterer innerhalb des SPP durchgeführten numerischen Simulationen. Die PPEs werden vorhandene Standorte der Korallen in der realen Welt nutzen und die Ergebnisse der numerischen Simulationen werden dazu verwendet, hemisphärische und regionale Netzwerke zu testen. Diese Experimente erstrecken sich auch auf verschiedene Zusammensetzungen innerhalb des Netzwerks der Korallen, hinsichtlich ihrer Eignung zur flächenhaften Rekonstruktion von Meeresoberflächentemperatur- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, die Qualität der Methoden für empirische Rekonstruktionen für räumlich aufgelöste Klimadatensätze beruhend auf Korallen abzuschätzen und die Frage adressieren, ob entsprechende Netzwerke, die mit heutigen Daten trainiert werden, auf vergangene Klimate des späten Quartärs angewandt werden können.
DFG-Verfahren
Schwerpunktprogramme
Mitverantwortlich(e)
Dr. Frauke Feser
