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Die Erzeugung von Wasserkraft 'von unten' in der Ukraine seit 2014 als analytische Linse zur Untersuchung der Gesellschaft im Kriegskontext.

Antragstellerin Dr. Sophie Lambroschini
Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 543294515
 
Das Projekt untersucht die gesellschaftlichen Folgen des Krieges Russlands gegen die Ukraine aus der Perspektive der Governance von Wasserenergie von einer Bottom-up Perspektive. An der Schnittstelle von Soziologie und Geographie verwendet es eine situierte und multiskalare Perspektive, die als Ausgangspunkt den alltäglichen Betrieb und die Governance von voneinander abhängigen Wasser- und Energieinfrastrukturen (Dämme, Stauseen, Wasserkraftwerke) in der Ukraine seit 2014 und deren Nachkriegsfolgen nimmt. Es wird argumentiert, dass die technischen und soziopolitischen Akteure, die an der Aufrechterhaltung und Anpassung der Wasserkraftsysteme unter den Bedingungen der kriegsbedingten Unsicherheit arbeiten, die soziopolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen und die Governance neu konfigurieren. Unter Verwendung ethnographischer und anderer qualitativer empirischer Methoden analysiert das Projekt mikrosoziale, wirtschaftliche und geopolitische Verflechtungen anhand von drei Fallstudien unterschiedlich betroffener Wasserkraftsysteme (Donbas, Dnipro und Dniestr). Es geht auch der Frage nach, wie der Krieg die Strategien staatlicher Intervention zur Sicherstellung kritischer Instandhaltung und ökologischer Modernisierung sowohl während als auch nach dem Krieg beeinflusst, und zwar zwischen wohlfahrtsstaatlichen, basisorientierten und marktdominierten Modellen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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