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Koordinationsfonds
Antragstellerin
Professorin Dr. Susanne Strätling
Fachliche Zuordnung
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft
Empirische Sozialforschung
Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Politikwissenschaft
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Empirische Sozialforschung
Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Politikwissenschaft
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 543294515
Die Forschungsgruppe „Energien der Vernetzung“ begreift Energien als polyfunktionale Treibstoffe kultureller, politischer, sozialer und ökonomischer Entwicklungsdynamiken. Im Zentrum unseres Interesses stehen Aushandlungsprozesse um die Gewinnung, Zirkulation und Nutzung von Energien, mit denen sich tiefgreifende Transformationen von Umwelten, Lebensräumen und sozialen Strukturen verbinden. Die dabei auftretenden Herausforderungen wie auch die Ansätze zu deren Bewältigung untersuchen wir – unter komparativer Einbeziehung benachbarter Regionen – mit Blick auf das östliche Europa. Denn trotz der immensen Bedeutung Osteuropas als Produzent und Transferraum von Energie, aber auch als Ausgangspunkt und Schauplatz eskalierender Energiekonflikte spielt die Region in den Energy Humanities bis heute eine marginale Rolle. Die Forschungsgruppe greift diese virulenten Debatten auf, setzt jedoch neue Schwerpunkte, die sich aus drei miteinander verbundenen Leitfragen entwickeln. Erstens geht es uns um konkurrierende Narrative: Welche Begriffe, Topoi und Konzepte prägen Energiediskurse? Zweitens untersuchen wir Raumordnungen: Wie greifen die Gewinnung und Zirkulation von Energien und die (Um)Gestaltung von Ressourcenräumen ineinander? Drittens stehen Akteur*innen im Fokus: In welchen formellen und informellen Netzwerkstrukturen gestalten menschliche und nicht-menschliche Akteur*innen Energieumwelten? Diese komplexen Fragen lassen sich nur in einem interdisziplinären Kontext angemessen bearbeiten. In der Forschungsgruppe arbeiten deshalb Literatur- und Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft eng zusammen, um ein neues Forschungsparadigma der Energy Humanities East zu etablieren.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen
