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Operando - Hartröntgenphotoelektronenspektrometer (HAXPES) als maßgeschneidertes Laborsystem
Fachliche Zuordnung
Physik der kondensierten Materie
Förderung
Förderung in 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572374462
Die Hartröntgenphotoelektronenspektroskopie (HAXPES) erlaubt nicht nur eine tiefen-sensitive Analyse grundlegender chemischer und elektronischer Eigenschaften von Materialien und Heterostrukturen, sondern bietet auch ein anwendungsnahes Alleinstellungsmerkmal: die Untersuchung technologisch relevanter Nanoelektronik-Bauelemente unter realen “operando” Betriebsbedingungen, indem während des Photoelektronenspektroskopieexperiments eine elektrische Spannung angelegt wird. In Kombination mit einer existierenden UHV-MBE-Präparationskammer und Schnittstellen für Vakuumtransfers entsteht ein neuartiges in situ Clustertool, das ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Fragestellungen zugänglich macht: von den analytischen Grundlagen der Hartröntgenphotoelektronenspektroskopie über die Untersuchung modernster Funktions- und Quantenmaterialien bis hin zur Analyse vorstrukturierter Bauteile der Nanoelektronik. Zukünftige Forschungsprojekte widmen sich beispielsweise der Untersuchung ferroelektrischer und -magnetischer Materialsysteme, insbesondere ihrer Grenzflächen- und Defektphysik, der Integration in funktionale Heterostrukturen, der Analyse von Defekt- und Ionenmigration und der Weiterentwicklung von Operando-Messungen für nanostrukturierte Bauelemente unter elektrischer Spannung.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Operando - Hartröntgenphotoelektronenspektrometer (HAXPES)
Gerätegruppe
1780 Photoelektronenspektrometer (UPS und XPS)
Antragstellende Institution
Universität Konstanz
Leiterin
Professorin Dr. Martina Müller
