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Strukturuntersuchungen in der Vulkanregion Vogtland/Nordwestböhmen, Mitteleuropa: Möglichkeiten durch massive Large-N-Seismikdaten (STIL)
Antragsteller
Dr. Hao Zhang
Fachliche Zuordnung
Physik des Erdkörpers
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 578958246
Das Internationale Kontinentale Wissenschaftliche Bohrprogramm (ICDP)-EGER-Projekt (Drilling the Eger Rift) hat im Vogtland/Nordwestböhmen Experimente durchgeführt und hochfrequente, dreidimensionale (3D) seismische Bohrloch-Arrays installiert. Diese Experimente untersuchen Erdbebenschwärme, den Fluss von Krustenfluiden und die aus dem Mantel stammende Kohlendioxid-(CO2)-Degassierung in dieser Region. Basierend auf seismischen Daten, die vom ICDP-EGER-Projekt erhoben wurden, sowie auf einem einzigartigen Large-N-Seismikexperiment (ELISE) mit über 300 temporären Stationen, wird dieser Antrag erstmals die seismische Geschwindigkeitsstruktur der oberen Kruste mit bisher unerreichter Detailgenauigkeit durch hochauflösende Lokalerdbebentomographie untersuchen. Darüber hinaus kann der ELISE-Datensatz Belege für die Hypothese einer magmatischen Unterplattung im obersten Mantel sowie für Intrusionen in der unteren Kruste liefern, indem reflektierte Wellenformen invertiert werden. Sill-Intrusionen mit hoher Fluid- oder Schmelzkonzentration können durch spät eintreffende reflektierte oder konvertierte Phasen nachgewiesen und kartiert werden. Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, den Zusammenhang zwischen Erdbebenschwärmen und dem Aufstieg von mantelstammendem CO2 zu entschlüsseln, welcher zentrale Fragestellungen der ICDP-EGER-Initiative darstellt.
DFG-Verfahren
Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug
Tschechische Republik
Kooperationspartnerinnen
Dr. Jana Doubravová; Pavla Hrubcova, Ph.D.
Mitverantwortlich
Professor Dr. Torsten Dahm
