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Projekt P07: Einfluss von HAdV auf die Aktivierung und Proliferationskapazität von Immunogen-spezifischen CD4+ und CD8+ T-Zellen

Fachliche Zuordnung Virologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 548065690
 
Das Ziel des hier beantragten Projektes ist eine detaillierte Analyse der Immunogenität einer großen Anzahl humaner Adenovirus (HAdV)-Typen zur Identifikation von HAdV-Typen mit einer für die Entwicklung neuer Impfvektoren vorteilhaften Immunogenität. Für die zukünftige Entwicklung von Impfstoffen ist es essenziell, den Einfluss von HAdV auf Antigen-präsentierende Zellen und T-Zellen sowie zugrundeliegende Mechanismen tiefgreifend zu verstehen. Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass verschiedene HAdV-Typen sehr unterschiedlich immunogen sind, und sogenannte seltene HAdV, welche sich durch eine niedrige Seroprävalenz auszeichnen, oft als Impfvektoren nur eine geringe Effektivität aufweisen. In dem hier vorgeschlagenen Projekt werden wir den Effekt von HAdV auf Dendritische Zellen aus humanen peripheren mononukleären Blutzellen detailliert untersuchen mit Hinsicht auf den Einfluss auf die Expression von aktivierenden und inhibitorischen Oberflächenmolekülen und die Expression und Sezernierung von Effektormolekülen wie Zytokinen, Chemokinen und Typ-I-Interferon-Subtypen. In Ko-kultur-Modellen werden wir die Stimulation von HAdV-spezifischen T-Zellen untersuchen und den Effekt auf T-Zellen, welche spezifisch sind für Influenzavirus-Antigene als Modell-Impfantigene. Die Untersuchung von HAdV mit Modifikationen bestimmter Eigenschaften in unserer Immunogenitäts-Test-Pipeline wird Rückschlüsse erlauben auf den Beitrag einzelner HAdV-Komponenten und Wirts-Faktoren auf die resultierende Immunogenität. Um den zukünftigen Einsatz als neue Impfvektoren vorzubereiten sollen weiterhin die vielversprechendsten HAdV-Typen in aufwändigeren Ko-kultur-Modellen untersucht werden, die weitere Zelltypen wie Nasenepithelzellen oder Thrombozyten in der Ko-kultur von Dendritischen Zellen und T-Zellen einschließen, und sie sollen schließlich als Vektoren in Nasenepithelzell-Organoiden getestet werden. Insgesamt erwarten wir, dass das vorgeschlagene Projekt zu einem besseren Verständnis der HAdV-Immunogenität beitragen und das Verständnis der Immunkontrolle natürlicher Infektionen verbessern wird, und dass es wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung von Impfvektoren erbringen wird.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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