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Eingehende Charakterisierung natürlich vorkommender und adoptiv transferierter HAdV-spezifischer T-Zellen, ihrer Liganden und Rezeptoren: Perspektiven für die Optimierung der protektiven T-Zell-Immunität gegen HAdV bei Transplantatempfängern

Fachliche Zuordnung Virologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 548065690
 
Infektionen mit humanen Adenoviren (HAdV) stellen weiterhin eine wichtige Ursache für schwere Erkrankungen und Todesfälle bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten dar. Um gefährdete Personen frühzeitig zu erkennen und gezielte T-Zelltherapien, die bereits bei therapieresistenten Infektionen eingesetzt werden, weiterzuentwickeln, ist ein genaues Verständnis und eine enge Überwachung der HAdV-spezifischen Immunantwort entscheidend. Noch ist jedoch unklar, ob die T-Zellimmunität spezifisch für einzelne HAdV Subtypen ist. Die meisten bislang bekannten Virus-Epitope stammen von HAdV-C5, während die Vielfalt immunogener Strukturen von anderen klinisch relevanten Subtypen weitgehend unerforscht geblieben ist. Zudem fehlt bislang eine umfassende Einzelzellanalyse, die die funktionellen Eigenschaften und die T-Zellrezeptor (TCR) Strukturen von wirksamen HAdV-spezifischen T Zellen (HAdV-VST) gemeinsam betrachtet. Das Vorhaben baut auf unserer langjährigen Expertise in der Charakterisierung von T-Zellimmunität bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten sowie in der Entwicklung von adoptiven T-Zelltherapien (ACT) auf. Durch die Kombination modernster funktioneller Analysen, Einzelzellimmunologie, innovativer HLA Expressionssysteme und einer sorgfältigen Patient:innenstratifizierung sollen entscheidende Einblicke in den natürlichen Verlauf der HAdV-spezifischen Immunität gewonnen werden. Wir streben an, die Ursachen unzureichender Immunantworten aufzudecken und die pharmakologisch aktiven T-Zellsubpopulationen innerhalb von ACT Produkten näher zu charakterisieren. Die Ziele des Projekts sind: (i) die Identifizierung neuer Epitope klinisch relevanter HAdV Subtypen und die detaillierte Charakterisierung der entsprechenden T-Zellantworten, (ii) die Bestimmung und funktionelle Analyse protektiver HAdV-spezifischer T-Zellantworten bei pädiatrischen Patient:innen nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSCT), sowie (iii) die hochauflösende Analyse von HAdV-spezifischen T Zellen auf TCR- und Transkriptomebene sowohl in Patient:innenproben als auch in HAdV-gerichteten T-Zellprodukten. Auf diese Weise erwarten wir, die Risikoeinschätzung für lebensbedrohliche HAdV Infektionen deutlich zu verbessern, das Ausmaß der Subtyp-spezifischen Immunität aufzuklären und dieses Wissen in die Optimierung HAdV-spezifischer T-Zelltherapien für die klinische Anwendung zu überführen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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