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GRK 1715:  Molekulare Signaturen adaptiver Stressreaktionen

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung von 2012 bis 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 177710919
 
"Allein die Dosis macht das Gift", das geflügelte Wort von Paracelsus bewegt auch heute noch die moderne Medizin undBiologie. Organismen sind fortwährend äußeren Reizen (Stress) ausgesetzt, reagieren jedoch erstaunlich uneinheitlich. InAbhängigkeit von ihrer Dosis, Häufigkeit und Qualität können Stressfaktoren eine andauernde Stressresistenz und erhöhteVitalität oder Verletzungen und bleibende Schäden auslösen. Während eine Vielzahl solcher konträrer Stressreaktionen inunterschiedlichen biologischen Systemen beobachtet wurde, bleiben die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen weitgehend unklar. Unser Graduiertenkolleg (RTG) untersucht spezifische Signalreaktionen, die das ambivalente Reaktionsmuster von Zellen und Organismen auf Stressreize bestimmen. Die molekularen Anpassungsreaktionen biologischer Systeme auf definierte Stressfaktoren werden in Dosis- und Zeit-bestimmter Weise analysiert. Mit den Ergebnissen dieser experimentellen Untersuchungen konnte das RTG in der ersten Förderperiode wesentlich zum Verständnis Dosis-abhängiger Stresseffekte beitragen. In der angestrebten zweiten Förderphase sollen die Untersuchungen zur Dynamik von adaptiven Stressreaktionen verstärkt werden. Die zunehmende Einbeziehung von Tiermodellen ausgewählter Krankheitsbilder soll unserem Projektverbund zudem eine Überführung der Erkenntnisse in die medizinische Therapie und Prophylaxe ermöglichen. Mit diesen Arbeiten stärkt das Graduiertenkolleg die Projektverbünde zu den Themen "Sepsis" und "Altern" im Rahmen der Profillinie "Life" in Jena.Unser Verbund von ausgewiesenen Arbeitsgruppen aus dem Universitätsklinikum Jena, der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultätder Universität, und dem Leibniz-Institut für Altersforschung hat in diesem innovativen Forschungsgebiet eine Reiheinterdisziplinärer Projekte für Promotionsarbeiten entwickelt. Mit diesen Projekten möchte unser RTG jungen WissenschaftlernEinblicke in das enge Wechselspiel fundamentaler biologischer Phänomene, wie Leben und Tod, Krankheit und Genesung unddie zugrunde liegenden komplexen molekularen Prozesse vermitteln. Das breite Spektrum zellulärer und organismischer Modellein den beteiligten Projektgruppen erlaubt vielseitige Einsichten in das dynamische Reaktionsverhalten von biologischenSystemen auf äußere Reize. Um diese Ziele zu erreichen, bietet das RTG ein breitgefächertes Programm von Vorlesungen, Konferenzen, Seminaren, Workshops und auch Forschungsaufenthalten in Laboratorien von internationalen Kooperationspartnern der Projektleiter an. Die Graduiertenakademie der Universität und die Graduiertenschulen Molecular Medicine und Leibniz Graduate School on Aging werden diese Elemente des strukturierten Doktorandenprogramms betreuen und begleiten.
DFG-Verfahren Graduiertenkollegs
Antragstellende Institution Friedrich-Schiller-Universität Jena
 
 

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