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SPP 1782:  Epithelial intercellular junctions as dynamic hubs to integrate forces, signals and cell behaviour

Fachliche Zuordnung Biologie
Förderung Förderung seit 2015
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 255103767
 
Epithelien bedecken innere und äußere Körperoberflächen und dienen als Barrieren gegen die Einwirkung äußerer Kräfte, Pathogene, Toxine und verhindern Austrocknung. Diese Funktionen beruhen großenteils auf der Fähigkeit interzellulärer Verbindungen, mechanische und chemische Kräfte und Signale wahrzunehmen und in die Zelle weiterzuleiten. Dort erfolgen schnelle Änderungen der Zellarchitektur und/oder Änderungen des Transkriptoms, um das Verhalten von Zellen entsprechend zu ändern. Die Dysfunktion epithelialer Zellverbindungen verursacht zahlreiche Erkrankungen, angefangen von blasenbildenden Haut- bis hin zu inflammatorischen Erkrankungen und Tumoren.Trotz ihrer Größe, Häufigkeit und Bedeutung für Erkrankungen, sind Funktion und Regulation interzellulärer Verbindungen noch wenig verstanden, was auch die Entwicklung molekular basierter Diagnosen und Therapien verhindert. Wie interzelluläre Verbindungen mechanische Kräfte und Signale wahrnehmen und zusammen mit dem Zytoskelett in eine zelluläre Antwort integrieren, stellt eine zentrale Voraussetzung für unser Verständnis der Gewebs-Morphogenese, -Homöostase und -Regeneration dar. Darüber hinaus stellt die Aufklärung von Pathomechanismen, die durch Gendefekte in Komponenten interzellulärer Verbindungen verursacht werden, eine wichtige Voraussetzung für ein mechanistisches Verständnis zahlreicher Erkrankungen dar. Das wichtigste Ziel des SPP1782 ist zu verstehen, wie interzelluläre Verbindungen mechanische und chemische Signale erkennen und in Änderungen der Zellarchitektur, des Zellverhaltens und der Genexpression umsetzen. Die gegenwärtig 20 SPP1782-Arbeitsgruppen untersuchen diese Fragestellung mit einer Vielzahl von Ansätzen aus der Zell- und Entwicklungsbiologie, der Biophysik und der Biochemie. Die besondere Stärke liegt darin, die Fragestellung von der Ebene einzelner Zellen bis hin zum Tiermodell, einschließlich der Maus und der Fruchtfliege zu analysieren. Um ihre Ziele zu erreichen, arbeiten die ForscherInnen des SPP an der Erarbeitung allgemeingültiger Prinzipien, mit denen epitheliale Zellverbindungen an der Signaltransduktion beteiligt sind. Zur Umsetzung werden Tagungen, Laboraustauschprogramme und Trainingsprogramme von DoktorandInnen im nationalen und internationalen Format stattfinden.
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