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GRK 2678: Funktionelle pi-Systeme: Aktivierung, Wechselwirkungen und Anwendungen (pi-Sys)
Fachliche Zuordnung
Molekülchemie
Förderung
Förderung seit 2021
Webseite
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Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 437785492
pi-Systeme sind in der Chemie und den angrenzenden Gebieten allgegenwärtig. pi-Konjugierte Gerüste sind biologisch aktiv, bedeutend in der Katalyse, essenziell in photonischen und elektronischen Anwendungen und für das Design supramolekularer Materialien unerlässlich. Die Synthese neuer pi-Systeme, die außerordentliche Eigenschaften besitzen, führt zur Entwicklung von Materialien der nächsten Generation mit neuen Anwendungen. Die vielfältigen Facetten von pi-Systemen bieten eine hervorragende Grundlage für die Entwicklung einer modernen und vielfältigen Promotionsausbildung. Mehrere Teilgebiete der modernen Chemie sind unter dem Dach der pi-Systeme kombiniert und werden in die Qualifizierung integriert. Ein wichtiger Aspekt ist neben der fachlichen Erfahrung auch die persönliche Entwicklung der Studierenden. Das Qualifikationsprogramm wird (inter)nationale Studierende, welche über einen gut definierten Auswahlprozess selektiert werden, anziehen. Das Schlüsselement des Programms ist der IRTG Austausch, bei dem die Promovierenden bis zu 6 Monate an der Partnerinstitution forschen, wodurch die professionelle Entwicklung, insbesondere die Lösungsfindung in einem ungewohnten Umfeld, unterstützt wird. Diese Erfahrung hilft den Studierenden sich schnell auf diverse berufliche Rahmenbedingungen einzustellen – eine gute Vorbereitung für eine Industrie- oder Hochschulkarriere. Weitere Lehrelemente sind Blockkurse, Vortragsreihen, Seminare, unterstützende Kurse, Meetings und ein Exposé. In Übereinstimmung mit dem allgemeinen Ziel die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu fördern, organisieren die Studierenden diese Elemente in Eigenverantwortung. Durch die Verschmelzung des Wissens und der komplementären Expertise beider Partnerinstitutionen werden Forschungen zur Synthese, Funktionalisierung und Untersuchung physikalischer Eigenschaften intensiviert, um Materialien zu entwickeln, die die Grenzen der pi-Systeme erweitern. Das Forschungsprogramm beinhaltet drei Säulen: a) Aktivierung, b) Interaktionen und c) Anwendung funktioneller pi-Systeme. In der zweiten Förderperiode wird sich pi-Sys weiter mit diesem vielseitigen Gebiet befassen und an die Erfolge der ersten Periode anknüpfen, aber auch neue Projekte initiieren. Um diese herausfordernden Forschungsfelder anzugehen, bieten die beiden Seiten eine starke Plattform, die Disziplinen der synthetischen, theoretischen und biologischen Chemie sowie Materialwissenschaften abdeckt. Zwölf japanische werden mit ähnlich vielen deutschen Projektleiter*innen kollaborieren. Das Forschungsteam, das zwischen jungen Forscher*innen und erfahreneren international bekannten Wissenschaftler*innen mit breiten und diversen Forschungsinteressen ausbalanciert ist, ist ideal zusammengesetzt, um pi-Systeme unter vielfältigen Gesichtspunkten zu untersuchen. Die Bündelung der Forschungsgebiete in einer integrierten und interdisziplinären Weise wird einen neuen Horizont für pi-Systeme eröffnen.
DFG-Verfahren
Internationale Graduiertenkollegs
Internationaler Bezug
Japan
Antragstellende Institution
Universität Münster
IGK-Partnerinstitution
Nagoya University
Sprecher
Professor Dr. Armido Studer
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Gustavo Fernandez-Huertas; Professorin Dr. Olga Garcia Mancheno; Professor Dr. Ryan Gilmour; Professor Dr. Frank Glorius; Dr. Robert Hein; Dr. Line Muradi; Professor Dr. Johannes Neugebauer; Professor Dr. Bart Jan Ravoo; Professor Dr. Cristian Strassert; Professorin Dr. Seraphine Wegner
